Falsche Fuffziger: Wie die Falschgeldstatistik wieder sinken soll

25. Januar 2019 Drucken
Falsche Fuffziger: Wie die Falschgeldstatistik wieder sinken soll
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Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) veröffentlichte soeben die Falschgeldstatistik für das Jahr 2018. Ein Anstieg bei sichergestellten Fälschungen von 50-Euro-Banknoten unterstreicht, dass neue Online-Vertriebswege eine größere Rolle spielen als noch in der Vergangenheit.

Laut OeNB erhöht das Eurosystem mit der Ausgabe neuer 100- und 200-Euro-Banknoten ab 28. Mai 2019 weiter die Banknotensicherheit. Damit werde die neue Europa-Serie der Euro-Banknoten vollständig in Umlauf sein.

Mehr Technik gegen Fälschungen

Mit der Ausgabe der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten ab 28. Mai 2019 werden alle sechs Stückelungen der Europa-Serie in Umlauf sein. Die neuen Sicherheitsmerkmale sind noch fälschungssicherer als die Merkmale der ersten Euro-Serie. Die OeNB bietet zahlreiche Schulungsmaßnahmen für Bargeld-Fachkräfte an. Aber auch ohne jegliche technischen Hilfsmittel lässt sich die Echtheit einer Euro-Banknote durch Anwendung der drei bekannten Prüfschritte FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN jederzeit einfach überprüfen.

Fast 9.000 falsche Fuffziger

In Österreich zeigte sich vor allem bei der 50-Euro-Banknote mit 8.879 sichergestellten Stück für 2018 ein Anstieg des Fälschungsaufkommens. Dies ist aus der messbar starken Steigerung bei den Umlaufzahlen von 50-Euro-Banknoten abzuleiten. Der Großteil der Fälschungen betrifft jedoch die 50-Euro-Banknoten der ersten Serie. In Summe wurden fast 11.700 gefälschte Scheine in Österreich sichergestellt.

© OeNB_Infografik

Rückgang bei 10-, 20- und 500-Euro-Fälschungen

Im Gegenzug sank die Anzahl der sichergestellten Fälschungen bei den 10-, 20- und 500-Euro-Banknoten gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich. Bei den kleinen Stückelungen dürfte sich die Einführung der neuen Europa-Serie in den Jahren 2014 und 2015 mittlerweile positiv auswirken. Der Anteil der neuen Banknoten am Gesamtumlauf hat sich inzwischen deutlich erhöht und damit auch die Fälschungssicherheit. Die übrigen Stückelungen blieben auf dem bereits niedrigen Niveau von 2017. Insgesamt konnten – wie auch schon 2017 – in Wien mit einem Anteil von 45,9 Prozent die meisten „Blüten“ sichergestellt werden. Es folgten Niederösterreich (13,1 Prozent), die Steiermark (10,4 Prozent) und Tirol (8,2 Prozent). Am wenigsten Falschgeld tauchte im Burgenland mit einem Anteil von 2,2 Prozent auf.

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