Wie die Digitalisierung das Controlling in Unternehmen verändert

05. Februar 2019 Drucken
Wie die Digitalisierung das Controlling in Unternehmen verändert
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In den meisten Unternehmen sorgt die Digitalisierung dafür, Buchhaltung und Controlling effizienter und transparenter zu machen. Die Erwartungen in digitale Planungsprognosen (Predictive Planning) und Forecasts werden aber noch nicht erfüllt.

Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage von KPMG und der Ludwig Maximilians-Universität München unter 172 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Standardisierte Prozesse

Insbesondere im Accounting sind die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren, da in der operativen Buchhaltung viele standardisierte Prozesse ablaufen, die durch die aktuellen technologischen Entwicklungen stark automatisierbar sind. 78 Prozent der befragten Unternehmen stimmen der Aussage zu, das Accounting habe durch die Digitalisierung bereits an Effizienz gewonnen. 73 Prozent konnten ihre Effektivität steigern. Die Mehrheit der Unternehmen gab zudem an, dank Digitalisierung im Accounting mehr Daten zu verarbeiten (66 Prozent) und nützlichere sowie verlässlichere Informationen liefern zu können (61 Prozent). Für das Controlling liegen die entsprechenden Zustimmungswerte nur knapp darunter.

Einheitliche IT-Umgebung

Im Zuge der Digitalisierung bereits flächendeckend umgesetzt werden vor allem die Homogenisierung der Systemlandschaft (29 Prozent), gefolgt von einer papierlosen Buchhaltung (23 Prozent). Bei den sich aktuell in der Umsetzung befindlichen Projekten haben bei den Befragten die Standardisierung von Workflows und das Management von Datenqualität (49 bzw. 48 Prozent Zustimmung) Priorität.

IT-Möglichkeiten unzureichend genutzt

Die KPMG-Studie bemängelt, dass die unterschiedlichen vorhandenen Technologien und technologiebasierten Lösungen nur in sehr geringem Ausmaß bereits flächendeckend im Rechnungswesen verwendet werden. Themen wie Big Data-Analysetools, Self-Service Reporting oder In-Memory-Datenbanken werden aktuell überwiegend in Pilotprojekten genutzt oder gerade erst geplant. Erste Erfahrungen mit Software-Bots, Virtual Reality Tools zur Visualisierung von Kennzahlen oder Machine Learning-Ansätze liegen vor oder werden zumindest von etwa 20 Prozent aller Befragten diskutiert. Für knapp die Hälfte der Teilnehmer hingegen sind Virtual Reality Tools, Machine Learning-Ansätze oder die aktuell viel zitierte Blockchain-Technologie derzeit kein Thema.

Skepsis gegenüber Cloud-Anwendungen

Fast die Hälfte aller Teilnehmer (45 Prozent) beabsichtigt derzeit nicht, eine Private Cloud in ihrem Finanzbereich einzusetzen; der Einsatz einer Public Cloud stößt sogar bei 70 Prozent der Befragten auf Skepsis. Diejenigen Unternehmen, die bereits mit Cloud Computing arbeiten, wurden zu den Vorteilen einer solchen Lösung befragt. Immerhin 45 Prozent sehen im weltweiten Zugriff der Nutzer auf die Daten den wesentlichsten Vorteil beim Einsatz von Cloud Computing. Überraschenderweise misst die Mehrheit der Teilnehmer Cloud Computing nur zum Teil Kosteneinsparpotenziale bei (56 Prozent Zustimmung).

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