Wohnimmobilien in Österreich und Europa: Der Preisauftrieb hält an

20. März 2019 Drucken
Wohnimmobilien in Österreich und Europa: Der Preisauftrieb hält an
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Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in Österreich und die gute Konjunkturlage in Osteuropa sorgen für unverminderte Preissteigerungen am Wohnungsmarkt. Die neueste Immobilienmarktanalyse der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) untersucht die Wohnimmobilienpreise in Österreich, in Zentral-, Ost- und Südosteuropa sowie in den übrigen EU-Mitgliedstaaten.

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit acht Prozent weiter kräftig angestiegen. Der Preisauftrieb in Österreich lag dabei deutlich über dem EU-Durchschnitt. Besonders stark war der Preisanstieg in den Bundesländern (ohne Wien) mit fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch in Wien hat sich das Immobilienpreiswachstum – nach einigen Quartalen mit vergleichsweise moderater Teuerung – im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich beschleunigt. Vor diesem Hintergrund belief sich im Dezember 2018 das Wachstum der Wohnbaukreditvergabe – bei unverändert günstigen Konditionen – auf 4,9 Prozent (im Jahresabstand).

Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in Österreich 
Q3 18 Q2 18 Q1 18 Q4 17 Q3 17 2017 2016 2015 2014
Veränderung zum Vorjahr in %
Österreich  8,0  5,0  7,3  4,7  4,5 3,8 7,3 4,1 3,5
Österreich ohne Wien  9,7  6,0  10,0  7,3  4,5  4,9  9,1  5,1  3,1
Wien  6,5  4,2  3,5  0,3  3,0  1,5  3,8  2,2  4,2
Veränderung zum Vorquartal in %
Österreich  2,8  0,6  3,8  0,6   -0,1   x   x   x   x
Österreich ohne Wien  2,6  0,5  4,1  2,1   -0,8   x   x   x   x
Wien  2,9  0,7  3,5  -0,7   0,7   x   x   x   x
 
Index (2000=100)
Österreich  203,2  197,6  196,4  189,3  188,2  187,2  180,4  168,1  161,4
Österreich ohne Wien  192,0  187,1  186,2  178,8  175,0  174,9  166,7  152,9  145,4
Wien  236,1  229,4  227,7  220,1  221,6  220,4  217,2  209,2  204,6

Konjunkturlage in Osteuropa treibt Preise

In den meisten Ländern Osteuropas legten die Immobilienpreise laut Eurostat-Daten im zweiten und dritten Quartal 2018 deutlich stärker zu als im EU-Durchschnitt (4,3 Prozent). Die positiven Rahmenbedingungen in der Region wie das starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten und relativ optimistische Wachstumsaussichten in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zeigen sich in der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Zudem wird die Nachfrage in vielen Ländern weiterhin durch zielgruppenspezifische Subventionsprogramme unterstützt.

Überall steigende Wohnimmobilienpreise – Ausnahme Italien

Neben Österreich und den osteuropäischen Nachbarn weisen auch die Niederlande, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg dynamisch steigende Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 auf. Die Ausnahme blieben Italien und Schweden, wo im gleichen Zeitraum die Preise sanken.