KV-Verhandlungen Bau: Jetzt ist bereits mit 32,5 Grad hitzefrei

09. April 2019 Drucken
KV-Verhandlungen Bau: Jetzt ist bereits mit 32,5 Grad hitzefrei
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Baugewerbe und Bauindustrie konnten sich mit der Gewerkschaft Bau-Holz bereits in der ersten Runde auf einen 2-Jahresabschluss einigen. Ab 1. Mai gibt es  am Bau hitzefrei ab 32,5 Grad.

Ein 2-Jahresabschluss garantiert eine Reallohnerhöhung in Bauindustrie und Baugewerbe für 2019 mit plus 3,35 Prozent und 2020 mit plus 0,95 Prozentpunkte zusätzlich zum Wert des Verbraucherpreisindex (VPI). Die Themen 11. und 12. Stunde und die 6. Urlaubswoche wurden bei den Verhandlungen in eine Arbeitsgruppe ausgelagert.

Veränderungen im Rahmenrecht

Hitzefrei gibt es ab 1. Mai bereits ab 32,5 Grad. Bislang wurde erst bei 35 Grad freigegeben. Weiters wurde vereinbart, dass die Möglichkeit einer 4-Tage-Woche mit max. 10 Stunden pro Tag nur mit Zustimmung des Betriebsrates über eine Betriebsvereinbarung oder über eine Einzelvereinbarung möglich ist.

Erhöhung des Taggeldes

Für das Taggeld gibt es plus 20 Cent (kleines TG), 30 Cent (mittleres TG) und 50 Cent (großes TG) pro Tag für 2019. Die gleichen Erhöhungen gelten auch für 2020. Für den Ist-Lohn gilt die Parallelverschiebung. Tunnel-Einfahrt und -Ausfahrt Bezahlung auf KV-Basis wurde vereinbart, eine klare Regelung gibt es bei der täglichen Heimfahrt mit 10 Cent pro Kilometer. Die Abgeltung beim Überbrückungsgeld wird von 35 auf 50 Prozent erhöht

Arbeitsgruppe „Image am Bau“

Die Bausozialpartner setzen eine Arbeitsgruppe zur Aus- und Überarbeitung folgender Themenschwerpunkte ein:

  • Jahresarbeitszeitmodell mit dem Ziel der Reduzierung der Winterarbeitslosigkeit am Bau. Im Zuge dessen soll es auch eine Lösung für die Zuschläge auf die 11. und 12. Stunde geben.
  • Sechste Urlaubswoche
  • Vorgriff auf bestehende Abfertigungsansprüche im laufenden Dienstverhältnis

Reallohnerhöhung auch für 2020

Mit einem Plus von 0,95 Prozentpunkten auf den VPI konnte man sich auch auf einen Lohnabschluss für 2020 einigen. Damit ist für alle Beschäftigten am Bau die Sicherheit auf eine Reallohnerhöhung für die nächsten zwei Jahre gegeben.

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