Umfrage: Warum die Digitalisierung für die meisten kein Jobkiller ist

19. April 2019 Drucken
Umfrage: Warum die Digitalisierung für die meisten kein Jobkiller ist
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Die prognostizierten Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt reichen von Jobkiller bis Beschäftigungsmotor. Von vielen Seiten wird daher die Einführung eines allgemeinen Grundeinkommens gefordert. Der aktuelle Trendbericht des Austrian Internet Monitors zeigt eine gespaltene Bevölkerung.

Zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass sich die Digitalisierung positiv auf den Alltag auswirkt. Die Trend-Zielgruppe der Digitalen Individualisten – die junge, vernetzte, mobile Avantgarde – hat naturgemäß die positivste Haltung zu diesem Thema. Auch Männer und Personen unter 40 Jahren sind überdurchschnittlich aufgeschlossen.

Eigene Jobzukunft ungefährdet

Die klare Mehrheit von 60 Prozent der Berufstätigen sieht für sich selbst überwiegend positiven Einfluss der Digitalisierung auf ihr Berufsleben. Digitale Individualisten versprechen sich hier aufgrund ihrer Vorreiterrolle besonders häufig persönliche Vorteile. Positiv eingestellt sind außerdem Personen zwischen 30 und 59 Jahren, während ausgerechnet die die 14-19-Jährigen sehr zurückhaltend urteilen.

Pessimistisch für Gesellschaft

Ganz anders sieht es aus, wenn man die allgemeine Perspektive einnimmt: Nur mehr ein gutes Viertel glaubt, dass es durch die Digitalisierung mehr Arbeitsplätze geben wird. Hier sind insgesamt die jüngeren Altersgruppen, speziell aber wieder die Digitalen Individualisten die größten Optimisten. „Diese Diskrepanz zwischen persönlichem und gesellschaftlichem Optimismus zieht sich durch unterschiedlichste Lebensbereiche“, heißt es im Kommentar zum AIM.

Allgemeines Grundeinkommen mit halber Zustimmung

Vor diesem Hintergrund ist auch die hohe Zustimmung zum allgemeinen Grundeinkommen interessant. Knapp die Hälfte spricht sich dafür aus. Vor allem für Junge – und unter ihnen speziell die Digitalen Individualisten – ist das Angebot eines arbeitsunabhängigen und staatlich garantierten Einkommens attraktiv.

Methode

Der INTEGRAL AIM-Consumer wird von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung mittels  telefonischer Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren, durchgeführt.

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