Handel: Warum Ostern doch nicht das kleine Weihnachten ist

26. April 2019 Drucken
Handel: Warum Ostern doch nicht das kleine Weihnachten ist
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Die Umsatzsteigerungen im Handel an den Osterfeiertagen wirken sich meist positiv auf die Vergütung der MitarbeiterInnen aus. Die Zuwächse sind aber gering. Und die neue Karfreitagsregelung wird von 69% der TeilnehmerInnen als nicht bis wenig sinnvoll empfunden.

Oftmals ist davon die Rede, dass Ostern nach Weihnachten und Geburtstagen der drittwichtigste Geschenkeanlass ist. Vor allem für den Lebensmitteleinzelhandel soll Ostern von großer Bedeutung sein. Für die MitarbeiterInnen im Handel sowie KonsumentInnen in Österreich sind die Osterfeiertage von grundlegender Bedeutung, wenn auch mit unterschiedlichen Auswirkungen, wie die Managementberatung Kienbaum Consultants International in einer Umfrage festhält.

Verkaufsziele und Umsätze zu Ostern

Verglichen mit den vier Wochen vor und nach der Osterzeit verzeichnen 11% der befragten Unternehmen einen schwachen Umsatzrückgang von bis zu 5%. Während der Umsatz bei 33% der Unternehmen etwa gleich bleibt, erfahren weitere 33% Umsatzsteigerungen von bis zu 5% und 22% Umsatzsteigerungen von über 5%.

Lebensmittelhändler verzeichnen leichtes Wachstum

66% der befragten Lebensmittelhändler verzeichneten Umsatzsteigerungen von bis zu 5% und 34% sogar über 5%. Für Bekleidungs- und Elektrohändler stiegen die Umsätze durch die Bank um bis zu 5%. Im Uhren- und Schmuckhandel hatte das Ostergeschäft laut Angaben der befragten TeilnehmerInnen Umsatzsteigerungen von über 5% zur Folge.

Verkaufsziele werden angehoben

Die Verkaufsziele der MitarbeiterInnen im Handel bleiben für 63% der TeilnehmerInnen gleich, während 37% leichte Steigerungen von bis zu 5% erfüllen müssen. Vor allem im Bekleidungs- (100%), Uhren & Schmuck- (100%) und Lebensmittelhandel (33%) steigen die Verkaufsziele der MitarbeiterInnen um bis zu 5%.

Mehrheit verzeichnet leichte Einkommenssteigerungen

38% der teilnehmenden MitarbeiterInnen im Handel verdienen in der Osterzeit in etwa das gleiche, während 62% leichte Einkommenssteigerungen von bis zu 5% verzeichnen. Steigerungen um bis zu 5% sind vor allem im Bekleidungs- (100%), Elektronik- (100%) und Uhren- & Schmuckhandel (100%) üblich. 50% der befragten Unternehmen geben in etwa gleich bleibende Umsatzzahlen an und 50% erlebten leichte Steigerungen von bis zu 5%

Einkaufserlebnis der KonsumentInnen

Während 6% der befragten KonsumentInnen über die Osterzeit bis zu 10% weniger für Handelswaren ausgeben, bleiben die Ausgaben für 50% in etwa gleich hoch. Für 36% bzw. 8% der KonsumentInnen erhöhen sich die Ausgaben für Handelswaren um bis zu 10% bzw. um mehr als 10%. 58% der befragten KonsumentInnen erledigen ihre Ostereinkäufe zu 100% im stationären Einzelhandel. Weitere 26% tätigen diese zu 75% stationär und zu 25% online. Nur 16% erledigen ihre Ostereinkäufe größtenteils online.11% empfanden das diesjährige Einkaufserlebnis zu Ostern als positiv, 77% als neutral und 12% als eher negativ.

Karfreitag wird nicht als „persönlicher Feiertag“ genutzt

69% der TeilnehmerInnen halten die neue Karfreitagsregelung für nicht bis wenig sinnvoll. 19% stehen der Änderung neutral gegenüber, während 12% diese als sinnvoll bis sehr sinnvoll erachten. Obwohl 66% der Befragten angaben, dass die neue Karfreitagsregelung in ihrem Unternehmen klar und verständlich kommuniziert wurde, haben nur 6% der TeilnehmerInnnen den „persönlichen Feiertag“ dieses Jahr in Anspruch genommen.

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