Steuerreform 2022/23: Wie die Körperschaftsteuer gesenkt werden soll

17. Mai 2019 Drucken
Steuerreform 2022/23: Wie die Körperschaftsteuer gesenkt werden soll
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Die Körperschaftsteuer von aktuell 25 Prozent wird ab 2022 auf 23 Prozent und ab 2023 auf 21 Prozent gesenkt. Die bei Entnahmen abzuführende Kapitalertragssteuer bleibt unverändert. LBG Österreich hat die vorläufigen Informationen zur Steuerreform aus dem Finanzministerium zusammengetragen.

Für die Körperschaftsteuer gilt – anders als bei der Einkommen- und Lohnsteuer – kein steuerfreier Sockelbetrag. Das bedeutet, dass die Körperschaftsteuer für das gesamte steuerpflichtige Einkommen erhoben wird. Die Mindestkörperschaftsteuer bleibt bestehen.

Erst Körperschaftsteuer…

Erzielt eine GmbH ein steuerpflichtiges Jahresergebnis von 100.000 Euro, dann fallen dafür 25.000 Euro (25 Prozent) Körperschaftsteuer an – ab 2022 sind dies 23.000 Euro (23 Prozent) sowie ab 2023 nur mehr 21.000 Euro (21 Prozent).

…, dann Kapitalertragsteuer

Wird das Jahresergebnis nach Körperschaftsteuer, also 75.000 Euro (ab 2022 sind dies 77.000 Euro bzw. ab 2023 dann 79.000 Euro) an deren Gesellschafter (natürliche Personen) ausgeschüttet, so ist die Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent, das sind im Rechenbeispiel der LBG aktuell 20.625 Euro (ab 2022 sind dies 21.175 Eur0 bzw. ab 2023 dann 21.725 Euro) abzuführen.

Ertragssteuer: KÖSt + KESt

Den Gesellschaftern verbleibt daher vom erzielten Jahresergebnis von 100.000 Euro nach Steuern aktuell ein Betrag von 54.375 Euro (ab 2022 55.825 Euro bzw. 2023 schließlich 57.275 Euro). Die durchgerechnete Ertragsteuerbelastung (Körperschaftsteuer + Kapitalertragsteuer) beträgt aktuell bei Vollausschüttung 45,625 Prozent, ab 2022 44,175 Prozent bzw. ab 2023 42,725 Prozent.

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