Nach Ibiza: Ärztekammer bringt Nichtraucherschutz wieder aufs Tapet

23. Mai 2019 Drucken
Nach Ibiza: Ärztekammer bringt Nichtraucherschutz wieder aufs Tapet
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In einer Resolution hat der Vorstand der Wiener Ärztekammer von den Parlamentsparteien gefordert, das Thema Nichtraucherschutz vor der Neuwahl wieder auf die Tagesordnung des Nationalrates zu setzen.

Die Begründung liege im „Ausscheiden des Vizekanzlers der Republik Österreichs, der sich stets vehement gegen die Einführung eines Rauchverbots in Österreichs Gastronomie ausgesprochen“ habe.

Nichtraucherschutz in Gastronomie

Die schnelle Umsetzung eines umfassenden Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Österreich entsprechend der bereits 2015 beschlossenen Novelle zum Tabakgesetz solle so sichergestellt werden, hieß es von der Ärztekammer. Auch dem Ansinnen jener 881.692 Österreicher, die im vergangenen Jahr das Volksbegehren Don’t smoke unterschrieben haben, würde so entsprochen, stellte Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres in der Aussendung fest.

Folgeschäden für Nichtraucher

Ein Drittel aller Krebserkrankungen seien auf das Rauchen zurückzuführen. Generelle Nichtraucherschutz-Bestimmungen in anderen EU-Ländern hätten gezeigt, dass damit Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris sowie die Frühgeburtenrate und die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen nachhaltig reduziert werden konnten. (APA)