Recruiting: So finden Unternehmen die richtigen Talente

29. Mai 2019 Drucken
Recruiting: So finden Unternehmen die richtigen Talente
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Demographie und die Automatisierung sorgen dafür, dass Unternehmen beim Recruting innovative Wege gehen müssen. Neue Organisationsstrukturen und innovative Beschäftigungsmodelle fördern die gesuchten Kompetenzen, heißt es in einer Untersuchung von Deloitte. 

Digitalisierung und der damit einhergehende Fachkräftemangel erfordern ein Umdenken in der Personalpolitik. Wenn spezielle Kompetenzen am Arbeitsmarkt nicht zu finden sind, brauchen Unternehmen neue Strategien zum Recruting und zur Mitarbeitersuche. Eine neue Studie von Deloitte zeigt in diesem Zusammenhang die wichtigsten Trends auf. Die Neudefinition von Jobs, die Ermöglichung von kontinuierlichem Lernen und eine entsprechende zeitgemäße Führung sind die wichtigsten Hebel. Auch die Ausweitung von interner Mobilität innerhalb des Unternehmens gewinnt an Bedeutung.

Vom Job zur Kompetenz

Durch die Digitalisierung müssen sich Unternehmen verstärkt mit der Neugestaltung von Berufen und Anforderungsprofilen auseinandersetzen. Über die Hälfte der Führungskräfte weltweit hat das Budget für Umschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen im vergangenen Jahr um mehr als 6  Prozent erhöht. In Österreich sind 95  Prozent der befragten Unternehmen damit beschäftigt, bestehende Jobs inhaltlich neu zu gestalten. Gefragt sind Kompetenzen und nicht mehr fixe Berufsbilder. Die Unternehmen müssen für diese Kompetenzen die passenden Jobprofile schaffen. Auch neue Beschäftigungsverhältnisse wie Freelancer oder Gig Worker können eine Option sein.“

Arbeiten bedeutet Lernen

Um am flexiblen Arbeitsmarkt zu bestehen, ist kontinuierliches Lernen ein wichtiger Schlüssel für die Mitarbeiter. Laut 86  Prozent der weltweit befragten Führungskräfte müssen die Unternehmen dafür das Konzept von Lernen am Arbeitsplatz völlig neu denken. Lediglich 10 Prozent setzen aber bereits erste Schritte. In Österreich ist es ähnlich: 80 Prozent sind überzeugt, dass ein Umdenken stattfinden muss, aber nur 12 Prozent fühlen sich schon dazu bereit.

Ältere MitarbeiterInnen dynamisch halten

Menschen bleiben heute deutlich länger im Erwerbsleben als noch vor wenigen Jahren. Durch die höhere Lebenserwartung und den demografischen Wandel wird sich dieser Trend weiter verstärken. Lebenslanges Lernen wird damit unerlässlich. Unternehmen müssen den Mitarbeitern die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten ermöglichen.

Förderung von Führungskompetenzen

Die zunehmende Dynamik erfordert einen neuen Führungsstil. Laut 81 Prozent der Befragten ist die interne Entwicklung zukünftiger Führungskräfte dabei ein wichtiger Schritt. Die notwendigen Kompetenzen können so gezielt ausgebildet und gefördert werden. Auch klassische Organisationsstrukturen sind nicht mehr zeitgemäß und müssen aufgebrochen werden. Gerade in den österreichischen Unternehmen überwiegen noch hierarchische Strukturen und veraltete Führungsmodelle. Es braucht flexiblere Organisationsformen, wie zum Beispiel temporäre Teams, um auf die ständig wechselnden Herausforderungen reagieren zu können.

Ausbau interner Mobilität

Nur mit flexiblen Karrierewegen könne das Potenzial im eigenen Unternehmen optimal genutzt werden, heißt es in der Studie. Die interne Mobilität gewinnt damit an Bedeutung. 69  Prozent der österreichischen Befragten geben an, dass neue Modelle für Karriere und Mobilität notwendig sind. Dennoch sind die internen Prozesse oft noch nicht entsprechend angepasst. Die Hälfte der heimischen Befragten schätzt die interne Mobilität in der eigenen Organisation noch als unzureichend ein.

Neue Organisationsstrukturen

Die Unternehmen beklagen den Fachkräftemangel, ziehen daraus aber nicht die notwendigen Konsequenzen: Employer Branding und Arbeitgeberattraktivität reichen nicht aus, wenn es die gesuchten Mitarbeiter gar nicht in ausreichender Zahl gibt. Was früher mit Stellenausschreibungen und Personalsuche erledigt war, verlangt heute vorausschauendes Agieren und ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Mitarbeitersuche und -entwicklung, warnt Deloitte.

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