Jobwechsel: Warum Geld manchmal doch glücklich macht

06. Juni 2019 Drucken
Jobwechsel: Warum Geld manchmal doch glücklich macht
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Fast 60 Prozent der Österreicher würden für mehr Gehalt eine Jobwechsel auf sich nehmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young (EY).

Neben einer besseren Bezahlung wären auch interessantere Arbeitsinhalte (36 Prozent) und kürzere Wege zum Arbeitsort (26 Prozent) für viele Befragte ein Anreiz für einen Jobwechsel. Für bessere Karrierechancen würden dagegen nur 17 Prozent den Arbeitgeber wechseln, wie die Statista-Grafik zeigt. Ebenfalls 17 Prozent der Befragten sind offenkundig in ihrem Job schon zufrieden: Sie würden gar nicht wechseln wollen.

Grundsätzliche Zufriedenheit

Österreichische Arbeitnehmer sind aber grundsätzlich zufrieden mit ihrem Job. So geben 81 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande an, dass sie sich ihrem Arbeitgeber gegenüber verbunden fühlen – fast ein Drittel (27 Prozent) sogar sehr. Dabei gilt: Je höher die Position, desto höher die Verbundenheit. So ist der Anteil der Beschäftigten, die sich ihrem Arbeitgeber sehr eng verbunden fühlen, im Top-Management mehr als doppelt so hoch wie bei Angelernten bzw. ungelernten Arbeitskräften. So gut wie jeder zweite Mitarbeiter wäre einem Wechsel in ein anderes Unternehmen aber nicht abgeneigt, wenn die Bezahlung stimmt.

Ältere Mitarbeiter bleiben loyal

Die Unternehmen können sich vor allem auf ihre erfahrenen Mitarbeiter verlassen: 32 Prozent der Arbeitnehmer über 50 Jahren fühlen sich mit ihrem Arbeitgeber sogar sehr eng verbunden, während das bei den bis zu 20-Jährigen nur 20 Prozent von sich sagen. Gleichzeitig machen sich zehn Prozent der Arbeitnehmer unter 35 aktiv auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber, aber nur drei Prozent der über 50-Jährigen spekulieren mit Jobwechsel.

Sicherheitsgefühl nimmt mit Alter zu

In keiner Altersklasse ist die gefühlte Arbeitsplatzsicherheit außerdem so hoch wie bei den ältesten Befragten: 44 Prozent schätzen ihren Arbeitsplatz als sicher ein, in allen anderen Altersgruppen sind es nur jeweils 35 Prozent. Derzeit machen sich 16 Prozent der Befragten Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Vor allem die Beschäftigten in der Gesundheitsbranche (83 Prozent) sowie im Banken- und Versicherungswesen (79 Prozent) schätzen ihren Arbeitsplatz als eher unsicher ein. Im Dienstleistungsbereich und in der Bauwirtschaft fürchten Arbeitgeber dagegen derzeit kaum den Verlust ihres Jobs: 33 Prozent beziehungsweise 32 Prozent schätzen ihren Arbeitsplatz als sicher ein.

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