EU-Innovationsranking: Warum sich Österreich verbessern konnte

18. Juni 2019 Drucken
EU-Innovationsranking: Warum sich Österreich verbessern konnte
© Infineon AG

Österreich rückte im Innovationsranking 2019 der EU-Kommission von Platz 10 auf Rang 9 vor und bleibt damit in der Gruppe der „starken Innovatoren“. 

Das „European Innovation Scoreboard (EIS)“ der EU-Kommission erscheint seit 2001 jährlich und vergleicht die Innovationskraft der EU-Länder anhand von 27 Einzelkriterien wie Bildungsniveau, Patentanmeldungen, wissenschaftliche Publikationen oder dem Anteil innovativer Produkte an der Wirtschaftsleistung.

Vernetzungspolitik funktioniert

Österreich punktete besonders gut bei Kooperationen aller Art: So hebt das Ranking die Kategorien „Co-Publikationen im internationalen Forschungsumfeld“, „Co-Publikationen zwischen öffentlichem und privatem Sektor“ sowie „Zusammenarbeit innovativer KMU mit Anderen“ als besonders stark hervor. Hohe Punktezahlen erreichte Österreich außerdem, wenn es um „Intellektuelles Kapital“ wie Patente geht. Schwächen wies das Land dagegen beim Anteil an Arbeitskräften in schnell-wachsenden Unternehmen, bei den Risikokapital-Ausgaben sowie bei den Exporten wissensintensiver Dienstleistungen auf.

© EU-Kommission

In der zweitstärksten Gruppe

Gemeinsam mit Luxemburg, Belgien, Großbritannien, Deutschland, Irland, Frankreich und Estland befindet sich Österreich in der zweitstärksten Gruppe der „starken Innovatoren“. Noch mehr Innovationskraft besitzen nur die vier „Innovationsanführer“ Schweden, Finnland, Niederlande und Dänemark, wobei Schweden unangefochtener Anführer der Liste bleibt. Die gesamte EU liegt im globalen Vergleich hinter Südkorea, Kanada, Australien und Japan, aber vor den USA, China, Brasilien und Russland.

Starke Verbesserung

Im etwas längerfristigen Zeitraum von 2011 bis 2018 ist Österreich mit 11,5 Prozentpunkten auf 125 Prozent (100 Prozent entspricht dem EU-Schnitt) überdurchschnittlich stark gewachsen. Besonders eine starke Verbesserung der Performance im Jahr 2016 habe dazu beigetragen, heißt es in der Studie die EU-Kommission. (APA/red)

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