Betriebshilfe: Wie erkrankten UnternehmerInnen geholfen werden kann

19. Juni 2019 Drucken
Betriebshilfe: Wie erkrankten UnternehmerInnen geholfen werden kann
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Die von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und den Wirtschaftskammern bereitgestellte Betriebshilfe unterstützt kranke oder sonstwie arbeitsunfähig gewordene UnternehmerInnen. Sie finanziert Helfer, die das Unternehmen betreuen, bis der Unternehmer wieder arbeitsfähig ist, weiß die Wirtschaftskammer Österreich.

Bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes besteht immer auch die Gefahr der Arbeitsunfähigkeit. Bei längerer Arbeitsunfähigkeit sorgt die Betriebshilfe für die Fortführung des Unternehmens.

Die Voraussetzungen

Die Betriebshilfe kann entweder als Sachleistung oder als Zuschuss zu den Kosten eines Betriebshelfers genutzt werden. Die Betriebshilfe können Personen nutzen, die

  • bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft krankenversichert und
  • mit ihrem Unternehmen Mitglied der Wirtschaftskammer sind.

Anspruch anmelden

Sie kann in Anspruch genommen werden, wenn

  • eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mehr als 14 Tagen vorliegt
  • die jährlichen Gesamteinkünfte des Versicherten den Betrag von 20.790,84 Euro (Wert für 2019) nicht übersteigen (Ausnahme: Betriebshilfe bei Mutterschaft bzw. Pflege eines behinderten Kindes)
  • die Betriebshilfe zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig ist.

Ansprechpartner für Betriebshilfe ist die jeweilige Landeskammer.

Mutterschaftsleistungen für Unternehmerinnen

  • Unternehmerinnen können im Falle einer Schwangerschaft als Mutterschaftsleistung entweder Wochengeld oder Betriebshilfe beantragen.
  • Das Wochengeld kann täglich bezogen werden. Es muss zur Entlastung eine geeignete Arbeitskraft an mindestens vier Tagen pro Woche oder im Ausmaß von 20 Wochenstunden eingesetzt werden.
  • Es kann aber auch Betriebshilfe in Anspruch genommen werden. Dabei wird der Unternehmerin vom Betriebshilfeverein des Bundeslandes eine fachlich qualifizierte Ersatzkraft zur Verfügung gestellt. Diese führt anstelle der Unternehmerin die täglich notwendigen Arbeiten im Betrieb durch. Die Betriebshilfe darf nicht für außerbetriebliche Tätigkeiten herangezogen werden (z.B. Haushaltstätigkeiten)!!

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