Tiroler Landtag beschloss Registrierungspflicht für Airbnb

08. Juli 2019 Drucken
Tiroler Landtag beschloss Registrierungspflicht für Airbnb
© pixabay

Der Tiroler Landtag hat eine Novelle des Aufenthaltsabgabegesetz beschlossen. Die von der schwarz-grünen Landesregierung paktierte Anzeige- und Registrierungspflicht für Online-Vermietungsplattformen wie Airbnb wurde einstimmig angenommen.

Gegen die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe stimmten hingegen die FPÖ und die Liste Fritz.

Strafen bis zu 5.000 Euro

Bei einem Verstoß gegen diese Anzeige- und Registrierungspflicht drohen Geldstrafen bis zu 5.000 Euro. Mit der Gesetzesnovelle sollen künftig alle Unterkünfte in Tirol erfasst werden. Verantwortlich für die Registrierung von Airbnb-Anbietern sind gemäß Gesetzesnovelle die Tourismusverbände. An diese muss von den Vermietern neben der Gästeanzahl auch die Zahl der abgabepflichtigen Nächtigungen gemeldet werden.

Neuer Abgabenkorridor

Die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe sieht indes vor, dass die Kurtaxe von bisher mindestens 55 Cent auf mindestens einen Euro und von bisher maximal drei auf fünf Euro erhöht wird. Damit liegt der gesetzlich vorgesehene Korridor zwischen mindestens einem und maximal fünf Euro. Die Entscheidung über die tatsächliche Höhe trifft letztlich der jeweilige Tourismusverband für seine Region.

Sie alle müssen melden

Mit der Novelle des Tiroler Aufenthaltsabgabegesetzes zählen zu Beherbergungsbetrieben künftig: Unterkünfte, die zur Beherbergung von Personen im Rahmen des Gastgewerbes dienen, PrivatzimmervermieterInnen, Ferienwohnungen, online angebotene Privatunterkünfte sowie Campingplätze und Grundflächen zu diesem Zweck als auch Autocamp-Plätze.(APA)