Handy-Markt: Warum Kunden länger mit einem Neukauf zuwarten

18. Juli 2019 Drucken
Handy-Markt: Warum Kunden länger mit einem Neukauf zuwarten
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Der Handy-Markt wird einer Studie zufolge heuer weiter schrumpfen, weil Verbraucher den Kauf eines neuen Geräts immer länger aufschieben. Heuer werden um 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar um ein Zehntel weniger als 2015 verkauft.

Der Handy-Markt wird einer Studie zufolge heuer weiter schrumpfen, weil Verbraucher den Kauf eines neuen Geräts immer länger aufschieben.

2019 dürften weltweit 1,7 Milliarden Mobiltelefone ausgeliefert werden, prognostiziert die Marktforschungsfirma Gartner – das sind um 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar um ein Zehntel weniger als 2015.

Nur Wechsel bei überzeugenden Verbesserungen

Die Kunden blieben ihrem Mobiltelefon länger treu, wenn sie bei neu angebotenen Modellen keine überzeugenden Verbesserungen sähen, erklärte Gartner-Experte Ranjit Atwal am Mittwoch. Der schon 2018 festgestellte Trend zu einer immer längeren Nutzungsdauer setze sich damit fort.

Von 2,6 auf 2,9 Jahre Betriebszeit

Den Marktbeobachtern zufolge tauschen Kunden derzeit ein Smartphone aus dem oberen Preissegment im Schnitt nach 2,6 Jahren gegen ein neues aus. Im Jahr 2023 werde ein solches Handy erst nach 2,9 Jahren durch ein moderneres Modell ersetzt. Auch der neue Standard 5G für schnelleren Mobilfunk gebe vorerst auf breiter Fläche keinen Anstoß zum Neukauf, weil brauchbare Netze vor allem außerhalb von Großstädten noch auf sich warten ließen. Mit einem regelrechten Durchbruch der Technologie auf dem Handy-Markt rechnet Gartner demnach 2023, wenn 5G-Modelle rund 51 Prozent aller neu verkauften Mobiltelefone ausmachen dürften. Im kommenden Jahr liege der Anteil bei sechs Prozent. (APA)