Steiermark: KMU erhalten Förderungen für ihre Wachstumspläne

25. Juli 2019 Drucken
Steiermark: KMU erhalten Förderungen für ihre Wachstumspläne
@ Rainer Sturm/pixelio.de

Mit der Förderungsaktion „Wachstums!Schritt“ will die Steirische Wirtschaftsförderung SFG kleine und mittlere Unternehmen ermuntern, geplante Vorhaben vorzuziehen oder in größerem Umfang umzusetzen. Durch die Förderung werden werden Bauprojekte ebenso wie der Ankauf von Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung oder auch Patenten unterstützt.

Ziel der Förderungsaktion ist die Förderung von Wachstumsphasen in KMU, die vorwiegend dem produzierenden Sektor zuzuordnen sind. Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, Wachstumsschritte zu realisieren und neue Technologien beispielsweise im Rahmen der Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsprozessen anzuwenden.

Förderbare Projekte und Kosten

Gefördert werden produktive Investitionen, die zumindest einen der folgenden Projektinhalte umfassen:

  • Errichtung einer neuen Betriebsstätte
  • Diversifizierung der Produktion einer Betriebsstätte durch neue, zusätzliche Produkte
  • Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer bestehenden Betriebsstätte
  • Erweiterung einer bestehenden Betriebsstätte
  • Ausbau der Kapazitäten einer bestehenden Betriebsstätte

Die Kriterien für eine Förderung liegen in den Bereichen:

  • Innovationsgehalt (Erweiterung des Portfolios um neue Produkte und Dienstleistungen, Modernisierung von Verfahren, Einführung innovativer Geschäftsmodelle, Erhöhung der Qualität von bereits angebotenen Produkten und Dienstleistungen)
  • Wachstum (Beschäftigungseffekt, Projektgröße, Kapazitätserweiterung, Umsatzsteigerung)
  • Regionale Bedeutung (Stärkung von Betriebsstandorten in ländlichen Gebieten)

Die Zielgruppen des Programms

Zu den Zielgruppen der Förderungsaktion zählen

  • Produktionsbetriebe sowie
  • Dienstleistungsbetriebe, deren Tätigkeitsschwerpunkt eindeutig im B2B-Bereich liegt und die für produzierende Unternehmen tätig werden.

Als Förderungswerber kommen ausschließlich kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Frage.

Bank- und Jobgarantie werden verlangt

Ab einer Gesamtförderung von mehr als 200.000 Euro oder einem Landesförderungsanteil von mehr als 100.000 Euro ist die Förderung mit einer Beschäftigungsverpflichtung für den geplanten Beschäftigtenstand verbunden. Außerdem wird eine Bankgarantie in Höhe der ausbezahlten Förderung verlangt. In allen anderen Fällen können die genannten Verpflichtungen nach projektspezifischem Bedarf (betrifft Projekt oder Projektträger) festgelegt werden. Die Investitionsgüter müssen zumindest drei Jahre am Projektstandort und im Betriebsvermögen verbleiben

Förderbare Kosten

Zu den förderbaren investiven Maßnahmen zählen:

  • Baumaßnahmen
  • Maschinen und maschinelle Anlagen
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung
  • Immaterielle Investitionen (z.B. Patente, Gebrauchsmuster, Betriebslizenzen, Software zur Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsprozessen) nach Maßgabe der beihilferechtlichen Möglichkeiten

Leasingfinanzierte Investitionen (Kaufleasing) und Mietkäufe können unter besonderen Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Beispiele für nicht förderbare Kosten

  • Ersatzinvestitionen
  • Bauplanungsleistungen
  • Kosten für bauvorbereitende Maßnahmen wie z.B. Baugenehmigungen, Kosten für die Baufreimachung eines Grundstückes (Abbruch, Rodung, Entsorgung etc.)
  • Ankauf von Grundstücken
  • Betriebsmittel und sonstige betriebliche Sachaufwendungen

Mehr zum Thema