Was bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte beachtet werden muss

05. August 2019 Drucken
Was bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte beachtet werden muss
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Anmeldung eines Wohnsitzes, Beschäftigungs- und Aufenthaltsbewilligung, Rot-Weiss-Rot-Card: Unternehmen lösen vermehrt den Personalmangel durch die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Die Steuer- und Unternehmensberatung PwC hat die rechtlichen Voraussetzungen dafür zusammengetragen. 

Wenn eine Unterkunft in Österreich be­zogen wird, muss der oder die Betreffende innerhalb von drei Tagen eine Anmeldung bei der zuständigen Meldebehörde (Gemein­deamt oder Magistrat) durchführen. Die Behörde stellt daraufhin eine Meldebestätigung aus. Wird der Wohnsitz in Österreich aufgegeben, ist innerhalb von drei Tagen vor bis drei Tage nach dem Auszug der Wohnsitz abzumelden.

Anmeldebescheinigung für EWR/EU-Bürger

EU/EWR-Bürger und Schweizer, die sich mehr als drei Monate in Österreich aufhalten, müssen einen Antrag auf eine „Anmeldebescheinigung“ stellen. Der entsprechende Antrag ist verpflich­tend binnen vier Monaten ab Ankunft in Österreich (Datum der Meldebestäti­gung) zu stellen.

Beschäftigungs- und Aufenthaltsbewilligung bei Drittstaaten

Drittstaatsangehörige (nicht EU/EWR-Bürger oder Schweizer), die in Öster­reich berufliche Tätigkeiten ausüben möchten, benötigen eine beschäfti­gungsrechtliche Bewilligung sowie eine aufenthaltsrechtliche Bewilligung. Vor Ankunft eines Drittstaats­angehörigen in Österreich muss der Dienstgeber/der Arbeitnehmer die not­wendigen Bewilligungen bei der lokalen Einwanderungsbehörde oder der österreichischen Vertretungs­behörde im Ausland beantragen.

Es werden unterschiedliche Bewilligungen benötigt, die von mehreren Kriterien abhängig gemacht werden:

  • von der Art des Vertrages (lokaler Vertrag  oder Entsendever­trag)
  • der zukünftigen Tätigkeit
  • der Ausbildung und Qualifikation
  • der Ar­beitserfahrung des Arbeitnehmers sowie
  • der Dauer der Anstellung in Österreich.

Rot-Weiss-Rot-Card

Im Falle eines lokalen Dienstverhält­nisses in Österreich kann eine kombi­nierte Beschäftigungs- und Aufenthalts­bewilligung in Form der sogenannten Rot-Weiß-Rot-Card oder der Blauen Karte EU beantragt werden.

ICT für Entsendungen

Handelt es sich hingegen um eine Entsendung von einer Niederlassung außerhalb des EU-Raumes an eine Niederlassung innerhalb der Unterneh­mensgruppe nach Österreich, kann die kombi­nierte Beschäftigungs- und Aufenthalts­bewilligung anwendbar sein. Erst nach Ausstellung der erforderlichen kombinierten Beschäftigungs- und Auf­enthaltsbewilligung darf der Drittstaats­bürger legal in Österreich Arbeitstätig­keiten verrichten.

Ausnahmefall Kroatien

Für die sogenannten „Neuen EU-Bürger“ (Kroaten) gelten bestimmte gesetzliche Sonderregelun­gen, da sie zwar keinen Aufenthaltstitel, jedoch weiterhin eine Beschäftigungs­bewilligung benötigen.

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