Salzburg: So fördert das Land neue Photovoltaik-Anlagen für Unternehmen

06. August 2019 Drucken
Salzburg: So fördert das Land neue Photovoltaik-Anlagen für Unternehmen
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Das Land Salzburg fördert die Errichtung von neuen Photovoltaik-Anlagen auf betrieblichen Gebäuden. Die Photovoltaik-Anlage kann bereits vorhanden sein oder zeitgleich errichtet werden. Das Programm läuft bis Ende des Jahres 2019.

Um in den Genuss der Salzburger Förderung zu kommen, müssen die Anlagen dem Stand der Technik entsprechen und von einem befugten Unternehmen fach- und normgerecht installiert werden. Auch die Errichtung von stationären Akkumulatoren-Speichersystemen für die Eigenverbrauchsoptimierung von Photovoltaik-Anlagen am selben Standort ist förderbar. Die Photovoltaik-Anlage kann bereits vorhanden sein oder zeitgleich errichtet werden.

Förderung an mehreren Standorten abrufbar

Eine Förderung aus dieser Förderungsaktion ist ab dem 6. kWpeak einer Photovoltaik-Anlage möglich. Gefördert wird allerdings maximal bis zu einer Größe von 2000 kWpeak. Die Errichtung einer Photovoltaik-Speicheranlage wird bis zu 40 kWh Brutto-Speicherkapazität mit je 600 Euro pro kWh gefördert, wobei die Förderung mit 40 Prozent der Kosten gedeckelt ist. Die Errichtung eines stationären Akkumulatorenspeichersystems pro Unternehmen wird mit 600 Euro je kWh Brutto-Speicherkapazität bzw. maximal 40 Prozent der Kosten gefördert. Unternehmen mit mehreren Betriebsstandorten können die Förderung mehrerer Photovoltaik-Anlagen bzw. Photovoltaik-Speicheranlagen beantragen, wobei maximal eine Gesamtleistung von 2000 kWpeak pro Unternehmen gefördert werden kann. Beim Betrieb der geförderten Photovoltaik-Anlage ist eine Eigenverbrauchsquote von mindestens 60 Prozent des Förderwerbers bzw. des mehrheitlich gewerblich genutzten Gebäudekomplexes (inklusive Nebengebäuden) auf derselben Parzelle bzw. einer damit verbundenen Liegenschaft sicherzustellen; beim Betrieb von Großanlagen ab einer Anlagengröße von 300 kWpeak ist eine Eigenverbrauchsquote von 75 Prozent sicherzustellen.

Unterstützung bei Erweiterung

Die Erweiterung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage ist zulässig, wobei leistungsabhängig unter Berücksichtigung der Größe der bereits vorhandenen Anlage gefördert wird (d.h. kein Sockelbetrag und Förderung ab dem kWpeak, das über die Größe der bereits bestehenden Anlage hinausgeht). Die Förderung eines Vorhabens im Rahmen dieser Förderungsaktion erfolgt durch die Gewährung eines Zuschusses. Die Förderung besteht bei einer Anlagengröße von über 5 kWpeak aus einem Sockelbetrag von 2.000 Euro und aus einer leistungsabhängigen Förderung pro kWpeak, die sich nach den zurechenbaren, erreichten kWpeak der Anlage staffelt:

6.-10. kWpeak 500 Euro
11.-25. kWpeak 300 Euro
26.-2000. kWpeak 100 Euro

Sinnvolle Planung

Voraussetzung für die Beantragung der Förderung ist eine spezifische, unabhängige und produktneutrale Beratung, die unter Bedachtnahme auf die Gesamtenergiesituation des Unternehmens erfolgt und entweder durch einen Berater des umwelt service salzburg oder durch ein dazu befugtes Unternehmen durchgeführt wird.

Weg zur Förderung

  1. Beratung durch einen unabhängigen Berater, z.B. über das Umwelt service salzburg in Anspruch nehmen
  2. Technische Anlagenplanung durchführen
  3. Erst nach erfolgreicher Anlagenplanung den Förderungsantrag bei der Förderstelle einreichen
  4. Erst nach Erhalt des Förderungsvertrages mit der Errichtung der Anlage beginnen
  5. Nach Errichtung der Anlage Meldung der Fertigstellung und Einreichung der Abrechnungsunterlagen bei der Förderstelle.

Programmkombinationen sind eingeschränkt

Der Klima- und Energiefonds fördert die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von 1 bis 5 kWpeak. Da die Landesförderung erst ab dem 6 kWpeakgreift, können diese beiden Förderungen kombiniert werden. Eine Kombination mit einer Förderung der Ökostrom Management AG (OeM-AG) ist hingegen ausgeschlossen. Die Förderungsaktion läuft bis 31.12.2019.

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