Shared Facilities: Wien fördert geteilte Nutzung von Betriebsinfrastruktur

05. September 2019 Drucken
Shared Facilities: Wien fördert geteilte Nutzung von Betriebsinfrastruktur
@ FMMI

Das Programm „Shared Facilities“ der Wirtschaftsagentur Wien unterstützt Unternehmen und Start-ups, die Infrastruktur (Maschinen, Anlagen, Instrumente, spezielle Software etc.) anschaffen und eine geteilte Nutzung durch mehrere Unternehmen planen und umsetzen.

Mit diesem Programm soll die allgemeine Verfügbarkeit von Anschaffungen gesteigert und durch die Kooperation unterschiedlicher Akteure kostengünstiger werden. Auf längere Sicht will die Wirtschaftsagentur Wien Erleichterungen beim Zugang von Wiener KMU und Start-ups zu Produktions- und Geräteinfrastruktur bieten. „Shared Facilities“ ist Teil eines umfassenden Programmes der Wirtschaftsagentur, Wien als städtischen Produktionsstandort zu forcieren.

Wer kommt in Frage?

Antragsberechtigt sind bestehende Unternehmen bzw. Unternehmen in Gründung, die bei Projektbeginn über eine Betriebsstätte in Wien verfügen und mindestens zwei Interessensbekundungen von Wiener Unternehmen als potenzielle Nutzer der anzuschaffenden Infrastruktur vorlegen können. Außerdem müssen die ermöglichten wertschöpfenden Aktivitäten überwiegend in der Wiener Betriebsstätte der Antragsteller erfolgen. Die Unternehmen unterliegen keinerlei Größen-, Branchen- oder Technologiebeschränkungen.

Fristen für Start-ups

Unternehmen in Gründung müssen sechs Monate nach Mitteilung einer positiven Förderentscheidung gegründet sein und ab Gründung den Erfordernissen eines antragsberechtigten bestehenden Unternehmens entsprechen.

Partnerschaftliche Einreichung

Im Rahmen von Kooperationen sind weitere Unternehmen antragsberechtigt, wenn der Lead-Partner die Rechtsform eines Unternehmens hat.

Antragsberechtigte Kooperationspartner

  • müssen über eine Betriebsstätte in Wien verfügen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Rahmen einzelner Calls von dieser Bedingung abzugehen,
  • unterliegen keinerlei Größen-, Branchen- oder Technologiebeschränkungen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Rahmen einzelner Calls Einschränkungen festzulegen.

Bei partnerschaftlicher Einreichung sind die Eigentumsrechte an der Infrastruktur im Antrag zu definieren.

Mindestens zwei weitere Partner

Die anzuschaffende Infrastruktur muss dazu geeignet sein und genutzt werden, im Wege des Facility-Sharings Entwicklungsprojekte, Prototypen, Erstproduktionen oder Kleinserien insbesondere von KMU zu realisieren. Ein eingereichtes Projekt hat jedenfalls ein Nutzungskonzept sowie die Darstellungen von Services zu beinhalten, die eine effiziente Nutzung der geteilten Infrastruktur ermöglichen und eine hohe Auslastung schaffen. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Aspektes sind auch bereits bei Einreichung des Antrags mindestens zwei Interessensbekundungen (LOIs) von Wiener Unternehmen als potenzielle Nutzer der Infrastruktur vorzulegen.

Dafür gibt es Unterstützung

Unter materieller und immaterieller Produktions- und Geräteinfrastruktur sind zu verstehen:

  • technische Geräte und Ausrüstungen wie Maschinen, Anlagen, Instrumente (z. B. für Mess- und Fertigungstechnik, [Elektronik-] Labore, Produktionsbetriebe, chemische und molekularbiologische Analysesysteme, Prüfanlagen, Werkstoff-Prüfsysteme) etc.,
  • IKT-Infrastruktur: Rechner, Spezialsoftware etc.,
  • jegliche sonstige für die Erstellung von Prototypenteilen, Demonstranten, Werkzeugen, Kleinserien etc. benötigte Infrastruktur, die zur Umsetzung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren führen  sowie der dazugehörige Aufbau von damit in Zusammenhang stehenden Organisationsstrukturen, Kompetenzen und Services.

So wird gefördert

Gefördert werden Projekte mit einem Volumen von mindestens 30.000 Euro. Die maximale Förderung beträgt 100.000 Euro pro Projekt. Die Förderung erfolgt in Form eines Barzuschusses. Dieser Wert kann im Zuge einzelner Calls auch höher (bis max. 500.000 Euro) oder niedriger angesetzt werden. Die maximale Förderintensität beträgt 50 Prozent der anerkannten Kosten.

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