Entgeltfortzahlung: Was die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten geändert hat

18. September 2019 Drucken
Entgeltfortzahlung: Was die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten geändert hat
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Seit 1. Juli 2018 gelten die neuen Bestimmungen für die Entgeltfortzahlung für Arbeiter und Angestellte bei Krankheit. Arbeitsverhältnisse, die nach dem Stichtag 30. Juni 2018 beginnen, müssen sich nach diesen Regeln richten. Hübner&Hübner haben die Neuerungen noch einmal zusammengetragen.

Mit dem 1. Juli 2018 wurden die Angestellten an das System der Arbeiter angeglichen. Es gelten die Regelungen betreffend Entgeltfortzahlung im Krankenstand für Arbeiter und Angestellte gleichermaßen.

 Das sind die Neuerungen

  • Die Entgeltfortzahlungsfrist erhöht sich ab dem 2. Dienstjahr von bisher sechs auf acht Wochen vollen Entgeltanspruch
  • Entgeltfortzahlung über das Dienstverhältnis hinaus gilt nun neben der Dienstgeberkündigung/unberechtigten Entlassung/berechtigtem Austritt auch bei einvernehmlicher Auflösung während eines laufenden Krankenstandes.
    Das Dienstverhältnis endet einvernehmlich mit sofortiger Wirkung, die Entgeltfortzahlung wird bis zum tatsächlichen Ende des Krankenstandes im Rahmen des noch offenen Anspruchs geleistet.
Dienstjahr Anspruch bei Krankheit Anspruch bei Arbeitsunfall bzw. Berufskrankheit
Im 1. 6 Wochen voll
4 Wochen halb
8 Wochen
ab dem 2. 8 Wochen voll
4 Wochen halb
8 Wochen
ab dem 16. 10 Wochen voll
4 Wochen halb
10 Wochen
ab dem 26. 12 Wochen voll
4 Wochen halb
10 Wochen

Mit jedem neuen Arbeitsjahr

Die neuen Bestimmungen sind für Arbeitsverhinderungen ab dem Zeitpunkt anzuwenden, ab dem nach dem 30.6.2018 ein neues Arbeitsjahr beginnt. Das Arbeitsjahr beginnt mit dem jeweiligen Jahrestag des Beginns des Arbeitsverhältnisses. Die Bestimmungen gelten nicht nur für neue Arbeitsverhinderungen, sondern auch für jene Arbeitsverhinderungen, die zum Zeitpunkt des Beginns des neuen Arbeitsjahres bereits eingetreten sind.

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