5G-Auktion im Frühjahr bringt Rabattsystem für Randregionen

24. September 2019 Drucken
5G-Auktion im Frühjahr bringt Rabattsystem für Randregionen
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Mit einem „Bonus-System“ will die Telekombehörde RTR bei der Auktion der nächsten 5G Frequenzen die neue Technologie auch in bisher schlecht versorgte Gemeinden bringen.

Eine Maximierung des Auktionserlöses sei hingegen ein „klares Nicht-Ziel“, so Telekom-Regulator Klaus Steinmaurer. Die Auktion soll wie geplant im Frühjahr 2020 stattfinden.

Rabatte für Randregionen

Oberstes Ziel der zweiten 5G Auktion sei die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung mit 5G, erklärt Steinmaurer vor Journalisten. In einer zweistufigen Auktion sollen die Frequenzen aus den Bereichen 700, 2.100 und 1.500 Megahertz versteigert werden, die sich besonders für eine großflächige Versorgung mit 5G eignen. Danach soll ein Bonus-System die Netzanbindung von weniger profitablen Gegenden sicherstellen. Wenn sich Mobilfunkanbieter freiwillig dazu verpflichten, zusätzliche Katastralgemeinden mit 5G zu versorgen, sollen sie dafür einen Preisabschlag auf die zuvor ersteigerten Frequenzen erhalten. Auch hier bieten Betreiber gegeneinander.

Mindestgebote bei rund 300 Mio. Euro

Zur Finanzierung dieser Rabatte sei ein „beträchtlicher Anteil des Mindestgebotes“, „jedenfalls im zweistelligen Millionenbereich“ reserviert. Genauere Angaben macht Steinmaurer vorerst nicht. Als Mindestgebot für die Auktion setzt die RTR eine Summe von 295 Millionen Euro an.

Geschwindigkeiten von 10 bis 30 Mbit pro Sekunde

Die Ausschreibungsbedingungen sehen vor, dass so bis zum Jahr 2025 etwa 98 Prozent der Bevölkerung mit einer Downloadgeschwindigkeit von 10 Mbit pro Sekunde versorgt werden. Für 95 Prozent der Bevölkerung liegt das Ziel bei 30 Mbit pro Sekunde, so RTR-Experte Stefan Felder. Weiters soll die Versorgung der Verkehrswege verbessert werden, bis 2023 sollen 98 Prozent der Autobahnen, Schnellstraßen und ausgewählten Bahnstrecken sowie 90 Prozent der Bundes- und Landesstraßen an das 5G-Netz angebunden werden. Dadurch soll beispielsweise autonomes Fahren möglich werden.

Auktion im Frühjahr

Die Ausschreibungsbedingungen sollen bis Oktober dieses Jahres, auch unter Einbeziehung der Netzbetreiber, finalisiert werden. Diese müssen dann noch vom zuständigen Verkehrsminister abgesegnet werden. Im Frühjahr 2020 soll dann die Auktion der 5G Frequenzen stattfinden. Der anstehende Regierungswechsel soll für die Einhaltung dieses Zeitplans voraussichtlich kein Hindernis darstellen, erklärte Steinmaurer. (APA)