Oberösterreich: Wenn das Land für Kredite bürgt

24. September 2019 Drucken
Oberösterreich: Wenn das Land für Kredite bürgt
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OÖ Kreditgarantiegesellschaft mbH (KGG) übernimmt gegenüber Banken Bürgschaften für Kredite, die an kleine und mittlere Unternehmungen gewährt werden und von den KMU nicht ausreichend besichert werden können. 

Mit der Standard­bürgschaft besichern die KGG bis zu 80 Pro­zent eines Kre­dites in der Höhe zwischen 25.000 Euro und 1.000.000 Euro. Die Antrag­stellung erfolgt durch das Kredit­institut.

Ausfallbürgschaften

Die OÖ. KGG ist ein Haftungspool, bestehend aus Banken, der Wirtschaftskammer  und dem Land Oberösterreich, mit dem Ziel, das Wirtschaftswachstum in Oberösterreich zu fördern. Sie übernimmt Ausfallsbürgschaften für Kredite, die an kleine und mittlere Unternehmungen gewährt werden, die sonst nicht die notwendigen Sicherheiten beibringen können. Die Unternehmen müssen Mitglieder der Wirtschaftskammer Oberösterreich sein.

Kosten

Die Kosten der Haftung betragen einmalig ein Prozent des verbürgten Kreditteils (mind. 500 Euro) sowie jährlich 0,25 bis 1,5 Prozent p.a. des jeweils aushaftenden Kreditbetrages.

Verwendungszweck des Kredits

Der zu be­sichernde Kredit dient zur Finan­zierung von Investi­tionen, Betriebs­mitteln oder für Bank­garantien. Eben­falls möglich ist eine Bürg­schafts­über­nahme für die Pro­lon­gation eines Betriebs­mittel­kredites, der mindestens drei Jahre besteht.

Voraussetzungen

Für die Über­nahme einer Bürg­schaft verlangt die KGG

  • das Vor­liegen der erforder­lichen Gewerbe­berech­tigung und Projekt­bewilligungen,
  • geordnete wirtschaft­liche Ver­hältnisse des Unter­nehmens sowie
  • eine an­gemessene Be­sicherung durch den Kredit­nehmer selbst.

Bei An­trägen bis zu 100.000 Euro ist ein vereinfachtes Prüf­verfahren möglich.

Ausschlussgründe

Nicht verbürg­bar sind Umschuldungs­kredite und bestehende Kredite, außer bei Betriebs­übernahmen.

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