Luftfahrt: Warum immer weniger Flugzeuge geordert werden

30. Oktober 2019 Drucken
Luftfahrt: Warum immer weniger Flugzeuge geordert werden

Die Zahl der Flugzeugbestellungen bei Airbus und Boeing sind im laufenden Jahr deutlich zurückgegangen. Die Grafik zeigt die Netto-Bestellungen inkl. Stornierungen. Danach sind bei Airbus im laufenden Jahr lediglich 127 neue Aufträge eingegangen, Boeing meldet sogar ein Minus von 84 Maschinen.

Dies ist hauptsächlich auf die hohe Zahl von Stornierungen beim Modell 737 zurückzuführen (-184 Bestellungen). Zwar hat Airbus gestern den Eingang eines neuen Großauftrags durch die indische Fluglinie Indigo verkündet. Der Low-Cost-Carrier hat 300 Flugzeuge des Typs A320 bestellt. Es ist nach Informationen des Handelsblatts jedoch noch offen, wann diese Bestellung festgemacht und offiziell in den Auftragsbüchern landen wird. Der Vorgang deutet daraufhin, dass Airbus zumindest teilweise von Boeings Problemen mit dem Modell 737 Max profitieren kann. Allerdings verkauft Airbus hauptsächlich A320-Flieger und wird von Branchenkennern daher auch als Ein-Produkt-Unternehmen bezeichnet.

Carrier sind vorsichtiger

Insgesamt sind viele Fluggesellschaften bei ihren Bestellungen vorsichtiger geworden und stornieren viele Aufträge oder bestellen um. Als Gründe dafür nennen Experten geopolitische Krisen und die schwächelnde Weltwirtschaft. Airbus und Boeing wird die Arbeit trotzdem so schnell nicht ausgehen: Beide Konzerne haben so viele offene Bestellungen in ihren Büchern, dass die Produktion für die kommenden Jahre sicher gestellt ist.

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