Währungsfonds prognostiziert für Österreich stabiles Wachstum

07. November 2019 Drucken
Währungsfonds prognostiziert für Österreich stabiles Wachstum
@ FEEI/Bernhard-Wolf

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für Österreich heuer mit einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent. Nächstes Jahr sollen es 1,7 Prozent sein.

Die wirtschaftliche Aktivität in Europa hat sich aufgrund der Handels- und Produktionsschwäche verlangsamt. Zu diesem Schluss kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem aktuellen Wirtschaftsausblick für Europa, der in Brüssel vorgestellt wurdet.

1,4 Prozent Wachstum in Europa

Alles in allem dürfte sich das Wachstum in Europa von 2,3 Prozent 2018 auf 1,4 Prozent heuer verringern. Für 2020 wird mit 1,8 Prozent Wachstum eine leichte Erholung prognostiziert, da erwartet wird, dass sich der Welthandel erholt, so der IWF. Dieser Ausblick blieb gegenüber zuletzt unverändert. Der aktuelle World Economic Outlook wurde erstmals Mitte Oktober in Washington präsentiert.

Osteuropa wächst schneller

Verglichen mit dem letzten Weltwirtschaftsausblick von April wurde das Wachstum für Westeuropa (advanced europe) um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert auf 1,3 Prozent im laufenden Jahr. Das Wachstum in Osteuropa (emerging europe) wurde hingegen um 0,5 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent nach oben revidiert.

2019 wächst Österreich-BIP um 1,6 Prozent

In Österreich ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut IWF voriges Jahr um 2,7 Prozent gewachsen. Für heuer werden 1,6 Prozent erwartet. Das ist eine Revidierung von minus 0,4 Prozentpunkten gegenüber der letzten IWF-Erwartung. Nächstes Jahr sollen es 1,7 Prozent sein, und 2021 dann 1,5 Prozent.

Brexit bleibt Unsicherheitsfaktor

Gefahren birgt neben weltweiter geopolitischer Unsicherheiten und einer schwachen Inflation vor allem der Brexit: Im ungeregelten Fall werden erhebliche negative Auswirkungen auf ganz Europa erwartet, warnt der Währungsfonds.