Landwirtschaftliche Produktion ist in der EU und in Österreich angestiegen

15. November 2019 Drucken
Landwirtschaftliche Produktion ist in der EU und in Österreich angestiegen
@ APA

Die landwirtschaftliche Produktion ist voriges Jahr sowohl in der EU als auch in Österreich angestiegen. In der Alpenrepublik gab es ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber 2017, die Erzeugung erreichte damit einen Wert von 7,4 Mrd. Euro. In der EU stieg die Erzeugung um 0,6 Prozent an und erreichte einen Wert von 434,3 Mrd. Euro. Das berichtete die EU-Statistikbehörde Eurostat.

Mit 77,2 Mrd. Euro (18 Prozent des EU-Gesamtwerts) verzeichnete Frankreich 2018 die höchste gesamte landwirtschaftliche Erzeugung aller Mitgliedstaaten. Dahinter folgten Italien (56,9 Mrd. Euro bzw. 13 Prozent), Deutschland (52,7 Mrd. Euro bzw. 12 Prozent) und Spanien (52,2 Mrd. Euro bzw. ebenfalls 12 Prozent). In Österreich sank die tierische Erzeugung um 1,9 Prozent. Die pflanzliche Erzeugung nahm um 3,8 Prozent zu.

Teurere Energie erhöht Kosten

181 MrdVom gesamten Erzeugungswert machte die EU-weite Bruttowertschöpfung 181,7 Mrd. Euro (41,8 Prozent) aus. Die Vorleistungen für Waren und Dienstleistungen betrugen 252,6 Mrd. Euro (58,2 Prozent). Die Bruttowertschöpfung ging damit gegenüber 2017 um 3,5 Prozent zurück, während die Vorleistungen um 3,8 Prozent zunahmen. Der Anstieg bei den Vorleistungen war hauptsächlich teurerer Energie (plus 8,7 Prozent) und teureren Futtermitteln (plus 6 Prozent) geschuldet. Teilweise wurde die Zunahme durch einen Rückgang bei Düngemitteln, Bodenverbesserungsmitteln und Pflanzenbehandlungsmitteln ausgeglichen.

Niedrigere Fleisch-Preise drücken Umsatz

Preis- und/oder Mengenveränderungen haben den Wert der landwirtschaftlichen Erzeugung beeinflusst. So sank die tierische Erzeugung in der EU im Vorjahr um 2,4 Prozent – mit einer Zunahme der Menge um 1,2 Prozent und einem Sinken der Preise um 3,5 Prozent. Die Abnahme des Wertes war hauptsächlich durch Rückgänge bei Schweinen (7,4 Prozent), bei Milch (3,2 Prozent) und Rindern (1 Prozent) bedingt. Grund dafür waren hauptsächlich gesunkene Preise, so Eurostat.

Pflanzliche Produktion steigert Wert

Der Wert der pflanzlichen Erzeugung nahm in der EU hingegen um 2,7 Prozent zu. Die Menge stieg um 3,5 Prozent, während die Preise um 0,8 Prozent zurückgingen. Der Anstieg kam größtenteils aus Steigerungen beim Wein (23,7 Prozent), Weintrauben (14,2 Prozent), bei Körnermais (11,6 Prozent), Erdäpfeln (8,8 Prozent) und Obst (7,7 Prozent). (APA)