Kollektivvertrag: Gehälter im Handel steigen im Schnitt um 2,35 Prozent

22. November 2019 Drucken
Kollektivvertrag: Gehälter im Handel steigen im Schnitt um 2,35 Prozent
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Nach vier Verhandlungsrunden haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 413.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel geeinigt.

Im Schnitt steigen die Gehälter per 1. Jänner 2020 um 2,35 Prozent. Bei den Einstiegsgehältern gibt es ein Plus von 2,5 Prozent, bei höherer Bezahlung beträgt das Plus 2,2 Prozent.

Mindestgehalt bei 1.675 Euro brutto

Das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte im alten Handels-KV steigt von derzeit 1.634 Euro auf künftig 1.675 Euro brutto pro Monat und im neuen KV von 1.677 auf 1.714 Euro brutto. Die Sozialpartner vereinbarten außerdem, dass es im zehnten und fünfzehnten Dienstjahr jeweils einen zusätzlichen Freizeittag gibt. Die Lehrlingsentschädigung steigt, wie schon im Vorjahr vereinbart, im Durchschnitt um 7,4 Prozent.

Lange Übergangsphase

Die für die Verhandlungen relevante Inflationsrate betrug 1,7 Prozent. Die rund 80.000 Handelsbetriebe haben bis Ende 2021 Zeit, auf das neue Kollektivvertrags-Schema umzusteigen. Die großen Handelsketten haben laut Gewerkschaftsangaben noch nicht auf den neuen Handels-KV umgestellt. Laut WKÖ-Angaben verwenden aber schon zahlreiche kleine und mittlere Händler sowie neugegründete Handelsbetriebe den reformierten Handels-KV. (APA)