Prognose 2020: Das sind die größten Herausforderungen an CEOs

13. Dezember 2019 Drucken
Prognose 2020: Das sind die größten Herausforderungen an CEOs
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Zwei Drittel der Unternehmensverantwortlichen (CEOs) weltweit spüren den Erwartungsdruck ihrer Shareholder, globale Herausforderungen in der Unternehmensstrategie zu berücksichtigen.

Zwei Drittel der Unternehmensverantwortlichen (CEOs) weltweit spüren den Erwartungsdruck ihrer Shareholder, globale Herausforderungen in der Unternehmensstrategie zu berücksichtigen. Der digitale Wandel und die Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt – gerade auch in Zeiten gebremster Wirtschaftsentwicklung- bereiten dabei die größten Probleme, so eine weltweite Umfrage des Beratungsunternehmens EY.

Als die drei größten Hürden für Unternehmen und das Wirtschaftssystem nennen die Unternehmensverantwortlichen den Schutz vor Cyberangriffen (51 Prozent), Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt in Folge des technologischen Wandels (49 Prozent) und die wachsende Ungleichheit von Einkommen (36 Prozent). Auch der Klimawandel (32 Prozent) wird als zentrale Herausforderung eingeschätzt – sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich.

Hohe Erwartungshaltung der Aktionäre

Die Erwartungshaltung, die CEOs von ihren Stakeholdern spüren, ist jedenfalls groß: 67 Prozent der weltweiten Top-Führungskräfte fühlen mäßigen bis extremen Handlungsdruck, um den globalen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Die stärksten Anforderungen zur Anpassung an globale Entwicklungen werden an Vorstände in Europa, dem Mittleren Osten, Indien und Afrika gestellt: 92 Prozent spüren Druck von ihren Interessengruppen.

400 Entscheidungsträger weltweit

Das sind die Ergebnisse der EY CEO Imperative Studie 2019, für die 200 CEOs, 100 hochrangige institutionelle Investoren und 100 unabhängige Board-Mitglieder im internationalen Raum befragt wurden.

Externe Faktoren erschweren Risikomanagement

Der digitale Wandel und die Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt – gerade auch in Zeiten gebremster Wirtschaftsentwicklung – sind die wichtigsten Einflussgrößen für CEOs auf der ganzen Welt. Die Risiken liegen beim Schutz vor Cyberangriffen (51 Prozent), Umbrüchen auf dem Arbeitsmarkt in Folge des technologischen Wandels (49 Prozent) und bei der wachsende Ungleichheit von Einkommen (36 Prozent). Auch der Klimawandel (32 Prozent) wird als zentrale Herausforderung eingeschätzt . Speziell bei international tätigen Investoren steht der Klimawandel an die Spitze der Liste.

Partnerschaften mit Regierungen als Lösungsansatz

CEOs greifen diese Erwartungshaltung immer stärker auf und integrieren globale Herausforderungen in ihre Strategie und ihr Geschäftsmodell. So hat zum Beispiel bereits jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) Partnerschaften mit Regierungen oder NGOs aufgebaut. Damit gehen neue Anforderungen an das Risikomanagement einher: Gerade externe Entwicklungen wie Klimaveränderungen oder Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt liegen zwar außerhalb der direkten Kontrolle eines Unternehmens, bergen aber erhebliche Risiken, die CEOs bewältigen müssen. Risikomanagement ist heute Chefsache.

Investoren wollen Wandel

Grundsätzlich glauben 57 Prozent der CEOs, dass es im Interesse großer Unternehmen ist, wenn sie eine aktivere Rolle bei globalen Herausforderungen übernehmen. Ebenfalls 57 Prozent sehen mehr Chancen als Risiken, wenn sie sich globalen Herausforderungen stellen –  fast die Hälfte der Verwaltungsräte (49 Prozent) und Investoren (43 Prozent) unterstützt diese Ansicht.

Unternehmen müssen zukunftsfit sein

Für 83 Prozent der Investoren ist die Positionierung zu globalen Herausforderungen ein wichtiger Entscheidungsfaktor in den nächsten fünf Jahren. Sechs von zehn Investoren (60 Prozent) würden langfristige Investitionen unterstützen, um globalen Hürden zu begegnen, auch wenn die finanzielle Performance kurzfristig darunter leidet. Jeder dritte CEO (33 Prozent) sieht darin auch die Chance, neue Investoren zu gewinnen. Die größten Vorteile der bewussten Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen sind das Gewinnen der besten Talente (47 Prozent) sowie die Verbesserung der Wettbewerbssituation (34 Prozent).

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