Tourismus: Warum die Betriebe immer mehr zur Mietwäsche greifen

13. Januar 2020 Drucken
Tourismus: Warum die Betriebe immer mehr zur Mietwäsche greifen
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Der Markt für Mietwäsche wuchs in Österreich im Jahr 2019 signifikant. Der Umsatz mit Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben war erstmals höher als im Gesundheitssektor, zeigen Daten einer Marktstudie von Branchenradar.com Marktanalyse.

Nach der Konsolidierung des Marktes im Jahr 2018, im Zuge der Übernahme der Wozabal-Gruppe durch den Marktführer Salesianer-Miettex, entwickelte sich im vergangenen Jahr der Markt für Mietwäsche wieder positiv. Der Umsatz wuchs um 2,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 301 Millionen Euro. Der Aufschwung erfasste alle Produktgruppen, war jedoch bei Wäsche (Flachwäsche, Frottee) etwas kräftiger, als bei Bekleidung und Produkten für Steril- und Reinräume.

Hotellerie wäscht seltener selber

Angeschoben wurde der Markt vor allem durch eine sprunghaft ansteigende Nachfrage aus dem Tourismussektor. Infolge erhöhte sich der Umsatz in der Kundengruppe Hotellerie und Gastronomie um annähernd fünfzehn Prozent gegenüber Vorjahr auf 98 Millionen Euro. Für den Zuwachs verantwortlich war im Wesentlichen die steigende Anzahl an Aufenthalten in österreichischen Beherbergungsbetrieben, gepaart mit dem rasch sinkenden Anteil jener Betriebe, die die Wäschereinigung selbst durchführen.

Krankenhäuser sparen

Rückläufig entwickelte sich im Jahr 2019 indessen das Geschäft mit dem Gesundheitssektor. Die Erlöse schrumpften um rund sieben Prozent gegenüber Vorjahr auf 96 Millionen Euro. Damit erzielte die Branche erstmals mit Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben mehr Umsatz als im Gesundheitssektor. Die Kontraktion war primär eine Folge des äußerst scharf geführten Preiswettbewerbs. Zuwächse verzeichnete man zudem auch in der Zielgruppe Industrie und Handel (+2,1 Prozent geg. VJ), die mit einem Umsatz von knapp 107 Millionen Euro die erlösseitig wichtigste Kundengruppe blieb.

Wachstum hält an

Auch im laufenden Jahr erwartet Branchenradar.com Marktanalyse einen wachsenden Markt. Aufgrund der sich eintrübenden Konjunktur geht man jedoch von einem gebremsten Anstieg im Ausmaß von etwa 1,5 Prozent pro Jahr aus.

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