Weiterbildung in Wien: So sollen aus Jobsuchenden neue IT-Fachkräfte werden

13. Januar 2020 Drucken
Weiterbildung in Wien: So sollen aus Jobsuchenden neue IT-Fachkräfte werden
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Die Stadt Wien hat gemeinsam mit Partnern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um den Bedarf an zusätzlichen IT-Fachkräften abzudecken. Arbeitssuchende, die sich für eine Ausbildung in dem Bereich interessieren, werden unterstützt.

Laut einer Beschäftigungsprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) gibt es in Wien bis 2023 einen zusätzlichen Bedarf an mehr als 11.000 Beschäftigten in der IT-Branche.

Jobs mit Ausbildung

Derzeit besonders gefragt sind demnach Fachkräfte unter anderem im Bereich Softwareentwicklung oder Software Tester. Auf Basis des Modells „Jobs mit Ausbildung“ des Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds (waff) und dem Arbeitsmarktservice startet die Stadt ein Pilotprojekt gemeinsam mit – derzeit zehn – Unternehmen.

70 Ausbildungsstellen

Arbeitsuchende, die im Bereich IT tätig werden möchten, können sich entsprechend qualifizieren lassen. Bis Ende 2020 werden drei Lehrgänge für rund 70 Personen angeboten. „Das Ziel ist“, so führte Hanke aus, „dass möglichst viele in weiterer Folge auch den Abschluss im neuen Lehrberuf Applikationsentwicklung-Coding machen und somit zur IT Top-Fachkraft werden.“ Die dafür notwendigen Vorbereitungskurse werden ebenfalls gefördert.

IT-Arbeitsmarkt ist ausgedünnt

Erste Firmen sind bereits in die Ausbildung eingestiegen. Das Modell sei eine ideale Ergänzung, weil benötigte Fachkräfte am Arbeitsmarkt schwer zu finden seien, sagte der Chef des IBM Client Innovation Center Austria.

Drehpunkt waff

Die Suche nach Bewerberinnen und Bewerber erfolgt über den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff). Grundvoraussetzung ist entweder Matura, eine Lehrabschlussprüfung, ein Fachhochschulabschluss oder eine im Ausland erworbene entsprechende Qualifikation. Fortgeschrittene Kenntnisse in Deutsch, Englisch und Mathematik sind ebenfalls erforderlich. Das Mindestalter beträgt 20 Jahre.

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Die Auswahl erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren in enger Abstimmung mit den Unternehmen, wie betont wurde. Wer den Sprung in die Ausbildung schafft und sie positiv abschließt, habe danach einen fixen Job, wurde versprochen. Die Kosten der Qualifizierung werden mit 1.000 Euro pro Teilnehmer gefördert. (APA)

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