Autohandel: Käufer schalteten 2019 einen Gang zurück

16. Januar 2020 Drucken
Autohandel: Käufer schalteten 2019 einen Gang zurück
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Der heimische Automarkt kommt nicht auf Touren. Nach einem Rückgang 2018 war auch im Vorjahr das Kaufinteresse mit  einem Minus von 3,4 Prozent rückläufig. Auch 2020 geht der Autohandel von einem kleinen Minus aus.

Zwei von drei neu zugelassenen Pkw sind inzwischen Firmenautos, über die Hälfte der Privatkäufer sind älter als 50 Jahre. Zuwächse gibt es dort, wo sie keiner haben will – beim CO2-Ausstoß.

Emissionen nehmen zu

Der CO2-Ausstoß stieg seit dem Niedrigstwert in den Jahren 2016 und 2017 von gut 120 auf 128 (Benzin) bzw. 133 g/km (Diesel) an. Entsprechend zugenommen hat auch der Treibstoffverbrauch der Pkw. Und der Trend geht hin zu mehr Motorleistung. Fahrzeuge in den unteren PS-Klassen verkauften sich 2019 schlechter, bei den Autos über 171 PS gab es im Jahresvergleich ein Plus von fast 14 Prozent.

Diesel verliert überproportional

Insgesamt wurden im Vorjahr 329.363 Pkw erstmals angemeldet, ein Rückgang von 3,4 Prozent. Bei Benzinern gab es ein Minus von 4 Prozent und bei Dieselfahrzeugen von 9,8 Prozent. Bei alternativen Antrieben wuchs der Bestand an Neuwagen um 56,8 Prozent, sie machen aber nur 8 Prozent der Gesamt-Neuzulassungen aus. In Summe wurden 26.346 alternative Neufahrzeuge verkauft.

SUVs sind beliebteste Fahrzeugklasse

Beliebtester Fahrzeugtyp über alle Antriebsarten hinweg war der SUV mit einem Anteil von 31,9 Prozent, gefolgt von der Kompaktklasse mit 24,7 Prozent. Platzhirsch blieb Volkswagen mit einem Marktanteil von 16 Prozent, was einem Rückgang gegenüber 2018 von 7,5 Prozent entspricht. Die Tageszulassungen gingen um ein Viertel zurück, gab die Statistik Austria bei Beginn der Vienna Autoshow bekannt.

Rund 10.000 neue Elektroautos oder 2,8 Prozent Marktanteil

Bei den Elektroautos geht es langsam bergauf – von äußerst niedrigem Niveau ausgehend. 9.242 Elektroautos wurden im Vorjahr neu zugelassen, damit erhöhte sich ihr Anteil am Gesamtmarkt von zwei auf 2,8 Prozent. Die meisten Elektroautos wurden in Wien verkauft, gefolgt von Niederösterreich. Gut 80 Prozent der Käufer waren Firmen, juristische Personen oder Gebietskörperschaften.

LKW-Markt unverändert

Während der Pkw-Markt 2019 rückläufig war, stagnierte der Verkauf von Lkw. Wobei die schweren Brummer um 7,9 Prozent zulegten, während leichte Lkw – als weitaus wichtigstes Segment – minimal nachgaben. Richtig gut lief es für Traktorverkäufer. Über 6.000 Ackerzugmaschinen wurden neu zugelassen, ein Plus von 11,1 Prozent. Und auch bei den Zweirädern war die Nachfrage groß, hier gab es einen Zuwachs von 6,6 Prozent auf 40.660 Bikes – nach einem schwachen Jahr 2018.

7 Mio. Autos auf Österreichs Straßen

Mit Jahresende 2019 waren rund sieben Millionen Kraftfahrzeuge in Österreich zugelassen (plus 1,5 Prozent gegenüber 2018). 5,04 Millionen Fahrzeuge davon waren Pkw (plus 1,2 Prozent), dazu kamen ca. 520.000 Lkw und rund 470.000 Traktoren sowie gut 800.000 Zweiräder. (APA)

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