Heimische Agrareinkommen stiegen 2019 real um 2,2 Prozent

25. Februar 2020 Drucken
Heimische Agrareinkommen stiegen 2019 real um 2,2 Prozent
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Nach einem Rückgang 2018 sind die Agrareinkommen im Vorjahr wieder leicht gestiegen. 2019 erhöhte sich das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft real um 2,2 Prozent.

Nach einem Rückgang 2018 sind die Agrareinkommen im Vorjahr wieder leicht gestiegen. Laut zweiter Vorschätzung der Statistik Austria erhöhte sich 2019 das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahresvergleich real um 2,2 Prozent.

2018 gab es noch ein Minus von 4,3 Prozent.Der Produktionswert stieg vor allem in der Schweinehaltung, Einbußen gab es indes in der Rinderproduktion.

Produktionswert von 7,6 Mrd. Euro

Insgesamt produzierten die österreichischen Agrarbetriebe Waren in Höhe von rund 7,6 Milliarden Euro, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg in der tierischen Erzeugung um 2,8 Prozent sei heuer vor allem auf die gestiegenen Erlöse in der Schweinehaltung infolge der hohen Produktionsausfälle in Asien wegen der afrikanischen Schweinepest zurückzuführen, heißt es in der Aussendung am Freitag. Stabil war die Milchproduktion, die Rinderproduktion mit einem Minus von 4,5 Prozent hingegen erneut rückläufig.

Ackerbau-Ernte nahm zu

Auch die pflanzliche Produktion stieg um 1,8 Prozent, denn trotz neuerlicher Trockenheit im Osten Österreichs nahm laut Statistik Austria die Erntemenge im Ackerbau gegenüber der dürrebedingten niedrigen Vorjahresernte wieder zu. Abgeschwächt wurde sie durch Produktionseinbußen bei Obst (inkl. Weintrauben) mit -25,9 Prozent und Wein mit -7,8 Prozent – allerdings „nach sehr guten Ergebnissen im Vorjahr“.

Öffentliche Zuschüsse verringern sich auf 1,5 Mrd. Euro

Die in den Einkommen berücksichtigten öffentlichen Gelder verringerten sich um 1,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro. Den Rückgang führt die Statistik Austria vor allem auf den Wegfall der für 2018 gewährten Dürrehilfen zurück. Die Aufwendungen für Vorleistungen stiegen aufgrund von höheren Aufwendungen für Futtermittel und landwirtschaftliche Dienstleistungen sowie gestiegene Düngermittelpreise um 1,3 Prozent. Abschreibungen nahmen unterdessen um 2,4 Prozent zu.

Landwirtschaftliche Arbeitskräfte werden weniger

Das landwirtschaftliche Faktoreinkommen betrug 2019 nach einem geschätzten Anstieg von 2,7 Prozent rund 2,8 Mrd. Euro. Der Rückgang der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte belief sich auf 1,3 Prozent – je nach Arbeitskraft bedeutete dies einen durchschnittlichen Einkommenszuwachs von nominell 4,1 Prozent und real 2,2 Prozent.

Was ist das Faktoreinkommen?

Das landwirtschaftliche Faktoreinkommen darf nicht mit den typischen Einkommen der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft verwechselt werden: Es errechnet sich aus dem Produktionswert einschließlich Förderungen, vermindert um Vorleistungen, Abschreibungen und Abgaben – was übrig bleibt, steht zur Entlohnung der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital zur Verfügung. (APA)

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