Gastronomie und Hotellerie: Das sind die attraktivsten Standorte

26. Februar 2020 Drucken
Gastronomie und Hotellerie: Das sind die attraktivsten Standorte
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In heimischer Gastronomie und Hotellerie sind die Insolvenzen im Vorjahr um 5,8 Prozent zurückgegangen. Die Eigenkapitalausstattung der Firmen ist traditionell schwach.

Tirol und Wien sind für Tourismusbetriebe die attraktivste Standorte. Außerdem sind in heimischer Gastronomie und Hotellerie die Insolvenzen im Vorjahr um 5,8 Prozent zurückgegangen. 

Dies zeigt eine Erhebung der Wirtschaftsauskunftei CRIF. Die Eigenkapitalausstattung der Firmen ist traditionell schwach.

Wien hat die meisten GründerInnen

Der Bundesländervergleich 2019 macht deutlich, dass in Wien mit 24 % die meisten Neugründungen stattgefunden haben, gefolgt von den Bundesländern Tirol mit 13,6 % sowie Niederösterreich mit 13,5 % und der Steiermark mit 13,4 %. In Vorarlberg (4,5 %) und dem Burgenland (2,7 %) wurden im vergangenen Jahr am wenigsten Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe gegründet.

Weniger Insolvenzen

Im letzten Jahr gingen die Insolvenzmeldungen in der Beherbergungs- und Gastronomiebranche zurück. So ist von 2018 auf 2019 ein Rückgang von rund 5,8 % zu verzeichnen. Die meisten insolventen Unternehmen wurden im vergangenen Jahr in Wien (28,5 %) und Niederösterreich (14,8 %) verzeichnet, am wenigsten in Insolvenz schlitternde Betriebe gab es in Vorarlberg (4,8 %) und dem Burgenland (3 %).

Deutliche Unterschiede bei Eigenkapitalquoten

Im Rahmen der Erhebung hat CRIF die bis Ende 2019 eingereichten Bilanzen der Jahre 2018 und 2017 hinsichtlich der Eigenkapitalausstattung der Betriebe verglichen. Traditionell verfügen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe eher über eine schwache Eigenkapitalquote. Dennoch sind hier deutliche Bundesländerunterschiede bemerkbar: So befinden sich die Unternehmen mit der besten Eigenkapitalausstattung in Vorarlberg mit 28,5 % (2017: 29,6%). Gleich danach folgen Salzburg (25,1 %) und Kärnten (22,4 %). Tirol (21 %), Oberösterreich (20,1 %), und die Steiermark (19,6 %) liegen im Mittelfeld, während im Burgenland (15,6 %), in Niederösterreich (15,6 %) und Wien (7,3 %) sich die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe mit der geringsten Eigenkapitalquote befinden.

Tirol und Wien sind attraktivste Standorte

Tirol (18 %) und Wien (16 %) zählen zu den begehrtesten Standorten der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Österreich. Beide Bundesländer sind auch beliebte Urlaubsdestinationen in- und ausländischer Touristen und werden daher bevorzugt von Hoteliers und Gastronomen gewählt. Auf dem dritten und vierten Platz liegen knapp hintereinander die Steiermark (14 %) und Niederösterreich (13%). Schlusslicht bilden die kleinsten Bundesländer Österreichs Vorarlberg (5 %) und das Burgenland (3 %).

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