Erste Group steigert Betriebsgewinn und erhöht Dividende

28. Februar 2020 Drucken
Erste Group steigert Betriebsgewinn und erhöht Dividende
Der neue Erste Group-Chef Bernhard Spalt © APA

Der neue Vorstandsvorsitzender der Erste Group, Bernhard Spalt, berichtete für das Geschäftsjahr 2019 über 8,7 Prozent mehr Betriebsgewinn, der bei fast 3 Milliarden Euro zu liegen kam.

Für die Aktionäre der börsennotierten Erste Group bleibt es bei der angekündigten Dividendenerhöhung von 1,40 auf 1,50 Euro je Aktie für 2019. Der neue Bankchef Bernhard Spalt berichtete über 8,7 Prozent mehr Betriebsgewinn, der bei fast 3 Milliarden Euro zu liegen kam.

Auch für 2020 wird ein weiterer Anstieg des Betriebsergebnisses erwartet. „Unsere betrieblichen Erträge sind doppelt so schnell gestiegen wie unsere Kosten – und das durch Steigerungen in allen Ertragsströmen“ so der Group-Chef der Erste Bank.

Rückstellungen und Abschreibungen

Netto unterm Strich schloss die Bank mit weniger Gewinn ab, daran waren einmalige Sondereffekte schuld: darunter eine Rückstellung von 153,3 Mio. Euro für erwartete Verluste aus einem Urteil gegen die rumänische Tochtergesellschaft, außerdem wurde der Firmenwert in der Slowakei um 165 Mio. Euro abgeschrieben. Damit sank 2019 das Nettoergebnis um 18 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro.

Kerngesund

Am zunehmenden Betriebsgewinn zeigt sich für Spalt, dass die Bank „kerngesund“ sei. Das gelte auch für die Situation bei Problemkrediten: Hier ist die Quote an notleidenden Ausleihungen weiter zurückgegangen, auf mittlerweile 2,5 Prozent. Die harte Kernkapitalquote wurde mit 13,7 Prozent beziffert. Das günstige Risikoumfeld hat zu einer weiteren Verbesserung der NPL-Quote auf 2,5 Prozent beigetragen

Ausblick

Die Erste Group hat sich für das Jahr 2020 das Ziel gesetzt, eine bereinigte Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 10 % zu erreichen. Zu den Faktoren, die diese Zielerreichung begünstigen, zählen die weiterhin positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Kernmärkten Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Serbien und Österreich. George soll 2020 auch in Ungarn und Kroatien eingeführt werden. Die Erste Group geht auch 2020 von einem stärkeren Wachstum bei den Betriebserträgen als bei den Kosten aus. Die Bank rechnet daher für das Jahr 2020 mit einem weiteren Anstieg im Betriebsergebnis. (APA/red)