Initiative „Händler helfen Händlern“ bringt 500 Jobs in 24 Stunden

18. März 2020 Drucken
Initiative „Händler helfen Händlern“ bringt 500 Jobs in 24 Stunden
© pixabay

Die von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Handelsverband-Vizepräsident Frank Hensel und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will initiierte Job-Initiative „Händler helfen Händlern“ kann erste Erfolge verbuchen.

Das Ziel, die Beschäftigung möglichst vieler Mitarbeiter aus dem Nicht-Lebensmittelhandel zu sichern, indem diese bis zum Ende der Krise um das Coronavirus im Lebensmittelhandel mitarbeiten können, könnte erreicht werden. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Start der Plattform wurden seitens des Non-Food Handels bereits rund 500 Jobs im Einvernehmen mit den betroffenen Mitarbeitern zur temporären Arbeitskräfteüberlassung angeboten. Damit kann bereits ein Achtel aller zurzeit im Lebensmitteleinzelhandel benötigten Stellen abgedeckt werden.

„Wir erleben gerade die größte Welle der Solidarität im österreichischen Handel, die es jemals gegeben hat. Das gibt Kraft und stimmt uns zuversichtlich für die großen Aufgaben, die noch bevorstehen. Ein großes Dankeschön an alle Beschäftigten im Handel. Sie sind die wahren Helden in diesen Tagen und stellen die Nahversorgung der gesamten österreichischen Bevölkerung sicher. Das ist ein unverzichtbarer Dienst an der Republik Österreich“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

400 Mitarbeiter kommen aus dem Möbelhandel

Der ersten Händler, der die Matchmaking-Plattform unterstützt, kommt mit kika/leiner aus dem Möbelhandel. Rund 400 Arbeitnehmer des Möbelhändlers werden in den nächsten Wochen im Lebensmittelhandel tätig sein. Auch 24 Führungskräfte haben sich an der Initiative beteiligt.

„Selbstverständlich ist es uns bei kika/leiner ein großes Anliegen, auch in diesen schwierigen Zeiten keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen zu müssen. Daher kommt die Initiative ‚Händler helfen Händlern‘ des Handelsverbandes gerade richtig. Wir wollen damit nicht nur unseren Beschäftigten eine Perspektive bieten, sondern auch unseren Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich leisten“, so kika/leiner CEO Reinhold Gütebier.

Coronavirus: Weitere Handelsbranchen haben Unterstützung angekündigt

„Wir laden alle Händler ein, die aktuell von Schließungen betroffen sind und Arbeitskräfte freisetzen müssen, vor diesem Schritt den Weg der temporären Arbeitskräfteüberlassung hin zum Lebensmittelhandel zu prüfen“, erklärt Handelsverband-Vizepräsident Frank Hensel.

„Dank gilt auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Arbeitsministerin Christine Aschbacher sowie allen treibenden Kräften im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, die unermüdlich eine möglichst unbürokratische Rechtsgrundlage erarbeiten, welche der aktuellen Ausnahmephase gerecht wird“, so Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes. Ein großes Dankeschön richtet der Handelsverband auch an die heimischen Jobvermittler und an alle positiven Kräfte, die die Initiative „Händler helfen Händlern“
unterstützen.

Interessierte Händler, die ebenfalls mit einem Teil oder mit der gesamte Belegschaft temporär den Lebensmittelhandel unterstützen möchten um die Krise rund um das Coronavirus zu bewältigen, können dies im Einvernehmen mit den Mitarbeitern über die Job-Plattform des Handelsverbandes unter www.handelsverband.at/jobs-im-handel tun.