Coronavirus verändert das Kaufverhalten

23. März 2020 Drucken
Coronavirus verändert das Kaufverhalten
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Seit 16. März gelten in ganz Österreich Ausgangsbeschränkungen um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Während der Lebensmittelhandel vor allem bei Hygieneprodukten (z.B. Toilettenpapier und Desinfektionsmittel) oder Nudeln starke Anstiege verspürte, hat sich auch in anderen Bereichen des Handels die Nachfrage markant verschoben.

Österreichische Unternehmen wurden von der Bundesregierung angehalten, soweit es machbar ist, den Mitarbeitern Home Office zu ermöglichen. Diese Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus spiegeln sich nun auch im Kaufverhalten der Menschen wieder. Das Preisvergleichsportal Geizhals verzeichnet seitdem ein teilweise stark verändertes Kaufverhalten innerhalb Österreichs: So ist die Nachfrage nach Produkten, wie Monitore, Drucker und Docking Stations um über 50 Prozent innerhalb von 7 Tagen angestiegen. Die Nachfrage nach Webcams ist um über 1.000 Prozent gewachsen, was zu starken Preisanstiegen und Lieferschwierigkeiten geführt hat. Günstige Modelle sind derzeit kaum mehr zu bekommen. Die signifikanten Anstiege bei Webcams und Notebooks sind aber auch ein Indikator dafür, dass die digitale Kommunikation im privaten Bereich zugenommen hat.

Unterhaltung und Bewegung in Zeiten des Coronavirus

Während die Nachfrage nach Smartphones und Fernsehern um knapp 20 Prozent zurückgegangen ist, sind es vor allem die Spielekonsolen, die derzeit sehr gefragt sind. Eine Nachfrage-Steigerung von 194 Prozent ist derzeit bei Sonys PlayStation 4 zu beobachten, aber auch Microsofts Xbox One (+121 Prozent) und Nintendos Switch (+119 Prozent) sind sehr begehrt. Während die Ausgaben für Spiele und Konsolen bei Sony und Nintendo recht stabil geblieben sind, so muss derzeit für Xbox One Spiele wieder etwas mehr ausgegeben werden als zuletzt, auch wenn diese im Schnitt immer noch günstiger sind als die Konkurrenz. Auch Fitnessgeräte werden vermehrt eingekauft – Rudergeräte sind mit einer Nachfragesteigerung von 346 Prozent sehr populär.

Preisanstiege und Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln hat zu einem Rückgang der Nachfrage geführt. In vielen anderen Bereichen ist die Nachfrage allerdings rasant gewachsen: Die Nachfrage nach Brotbackautomaten ist um rund 400 Prozent gestiegen, aber auch Gefriergeräte (+299 Prozent), Fieberthermometer (+191 Prozent), Hundefutter (+219 Prozent) und Windeln (+60 Prozent) sind sehr gefragt. Der gesteigerte Bedarf führt auch hier dazu, dass die Preise merklich anziehen und Lagerbestände knapp werden.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.