Heimische Banken stellen volle Verfügbarkeit des Finanzsektors sicher

24. März 2020 Drucken
Heimische Banken stellen volle Verfügbarkeit des Finanzsektors sicher
© OeNB

In den letzten zehn Jahren verdoppelte sich die Kapitalausstattung der österreichischen Banken. Dadurch ist das heimische Bankensystem laut Nationalbank auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten widerstandskräftig und effektiv.

Die vergangene erste Woche der Corona-Sondersituation habe zudem gezeigt, dass Österreichs Banken die volle operative Verfügbarkeit des Finanzsektors sicherstellen konnten.  „Wir sollten aber nicht vergessen, dass es die Menschen in den Banken sind, die aktuell durch ihre tägliche Arbeit für eine sichere Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft mit Bargeld und Finanzdienstleistungen sowie für einen reibungslosen Zahlungsverkehr sorgen“, betont Gottfried Haber, Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Gerade erst vor wenigen Wochen habe der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigt, dass die österreichischen Finanzinstitute in allen Stresstests hervorragend abschneiden. Der Aufbau von Puffern in den letzten Jahren bestätige sich jetzt als wichtiger Faktor für die Finanzmarktstabilität.

In den letzten Jahren haben die Banken auch im Hinblick auf die Digitalisierungsentwicklungen im Finanzbereich Anstrengungen unternommen, um effizienter zu werden. Die digitale Versorgung mit Bankdienstleistungen stellt sich nun als wichtiges Standbein für die Abwicklung von Bankgeschäften und Durchführung von Bankdienstleistungen in der aktuellen Situation dar. Gerade derzeit könne die Nutzung digitaler Bankdienstleistungen einen zusätzlichen Beitrag zur raschen Bewältigung der aktuellen Situation leisten.

Österreichs Banken mit ausreichend Bargeld versorgt

„Die gegenwärtige globale Situation stellt alle Systeme in unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen. Dank der vielen Bankangestellten, die jeden Tag vor Ort in den Banken dafür sorgen, dass die Bevölkerung mit Bargeld und Finanzdienstleistungen versorgt wird, dass Zahlungssysteme stabil und sicher funktionieren, können sich die Menschen in Österreich sicher fühlen“, unterstreicht Haber die Funktion der Banken und des Finanzsystems als kritische Infrastruktur und als eine Art „finanzieller Nahversorger“.

In Österreich gibt es derzeit 4.094 Bankstellen (Haupt- und Zweiganstalten) und knapp 9.000 Geldausgabegeräte. Nach erhöhter Bargeldnachfrage Ende vorletzter Woche geht die Inlandsnachfrage wieder auf ein durchschnittliches Niveau zurück.

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