Coronavirus: Steuerberater stehen vor enormem Beratungsbedarf

25. März 2020 Drucken
Coronavirus: Steuerberater stehen vor enormem Beratungsbedarf
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Die aktuelle Coronavirus-Krise bringt neben den gesundheitlichen Auswirkungen erhebliche wirtschaftliche Unsicherheit mit sich. Entsprechend hoch ist der zusätzliche Beratungsbedarf durch Steuerberater, die den Unternehmen derzeit als Hauptansprechpartner für viele Fragen dienen.

Im Fokus stehen Entscheidungen im Hinblick auf die durch das Coronavirus notwendig gewordene Kurzarbeit sowie die angekündigten finanziellen Unterstützungen der Bundesregierung, um die Liquidität der Wirtschaftstreibenden aufrecht zu erhalten.

„Steuerberater sind die ersten Ansprechpartner für Unternehmen, bei jeder neuen, natürlich zu begrüßenden Maßnahme der Bundesregierung laufen in den Kanzleien die Telefone heiß“, erklärt Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. „Unser Berufsstand könnte sehr viel zur Entlastung von Einrichtungen wie dem AMS und der österreichischen Gesundheitskasse beitragen. Viele Einzelanfragen würden sich erübrigen, wenn Steuerberater klare Informationen hätten und diese an ihre Klienten weitergeben könnten.“

Coronavirus: Steuerberater müssen früh ins Boot geholt werden

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Berufsstand bereits von Beginn an bei der Vorbereitung der jeweiligen Maßnahmen mitwirken kann. In der Praxis muss aber vielen Informationen erst nachgelaufen werden. „Es wäre schön, wenn wir in die Überlegungen der Sozialpartner eingebunden wären, so könnten wir unsere Klienten besser und zielgerichteter unterstützen.“

Verschärft wird die Situation auch dadurch, dass die Kanzleien der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer selbst stark von der Coronavirus-Krise und deren Auswirkungen betroffen sind. Viele Kanzleien haben durch Krankenstände und Homeoffice deutlich geringere Kapazitäten zur Verfügung als in „Normalzeiten“, müssen aber in kürzester Zeit die Maßnahmen der Bundesregierung für ihre Klienten umsetzen, auch um diese liquide und damit deren Arbeitnehmer in Beschäftigung zu halten.

„Wir arbeiten mit Hochdruck, so schnell wir können und mit den Informationen, die uns vorliegen – auch wenn gewisse Wartezeiten aufgrund der Vielzahl an notwendigen Schritten nicht vollkommen zu vermeiden sind – eine frühere Einbindung in die Prozesse und geplanten Maßnahmen hilft uns, den Unternehmen zu helfen“, so Präsident Hübner abschließend.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.