Arbeit in der Coronavirus-Krise: Was gut läuft – und was nicht

07. April 2020 Drucken
Arbeit in der Coronavirus-Krise: Was gut läuft – und was nicht
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Eine groß angelegte Studie mit 6.000 Teilnehmern zeigt auf, wie Menschen in Deutschland aktuell in der Coronavirus-Krise arbeiten und wie sie mit den veränderten Rahmenbedingungen umgehen.

Die Coronavirus-Pandemie stellt Unternehmen und Beschäftigte auf eine nie dagewesene Probe. 95 Prozent aller Menschen sind davon überzeugt, dass die Coronavirus-Krise unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Das hat die Online-Jobplattform StepStone bei einer Befragung unter 6.000 Menschen herausgefunden.

Die Ergebnisse zeigen, wie die Arbeit im Homeoffice wirklich funktioniert und welche Sorgen Beschäftigte haben, die nicht zu Hause bleiben können. Hier nun die wichtigsten Ergebnisse im Überblick und ein Key Fact schon mal vorweg: Das Modell Homeoffice funktioniert.

Für Millionen Beschäftigte ist die Arbeit von zu Hause aus immer noch ungewohnt. 60 Prozent setzen digitale Tools zur Zusammenarbeit aber bereits effizient ein. 74 Prozent der Menschen geben an, dass die von ihrem Arbeitgeber bereitgestellte Hard- und Software gut für die Arbeit von zu Hause aus geeignet sei. Mehr als jeder Dritte behauptet, im Homeoffice sogar mehr zu arbeiten als sonst. Nur etwas weniger als jeder Fünfte gibt an, Schwierigkeiten zu haben, sich selbst zu motivieren. Fast jeder Zehnte fährt täglich immer noch ins Büro, obwohl er von zu Hause arbeiten könnte.

Coronavirus: Sorge um Mitmenschen am größten

Egal ob Großeltern, erkrankte Angehörige oder engste Freunde: Die größten Sorgen (69 Prozent) machen sich die Befragten aktuell um ihre direkten Mitmenschen. Auch die Sorge um die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist sehr groß (63 Prozent). Über die Hälfte der Befragten sieht beim eigenen Arbeitgeber Produktivitätsverluste aufgrund der aktuellen Situation. Aber: Eine deutliche Mehrheit geht trotzdem von einer Zukunft zumindest für das eigene Unternehmen aus (79 Prozent). Sorgen um finanzielle Schwierigkeiten hat dagegen nicht einmal die Hälfte. Jeder Vierte macht sich Gedanken um die Zukunft seines Arbeitsplatzes.

Während sich Beschäftigte im Homeoffice vermehrt Gedanken darüber machen, wie es dem eigenen Unternehmen wirtschaftlich geht oder wie sie virtuell mit Kollegen zusammenarbeiten können, haben Mitarbeiter in der Produktion sowie Ärzte, Pfleger oder Kassierer im Supermarkt andere Sorgen: 44 Prozent fürchten, sich durch ihre tägliche Arbeit mit dem Virus zu infizieren. Zum Vergleich: Unter denjenigen, die im Homeoffice arbeiten, haben nur 30 Prozent diese Sorge. Über die Hälfte der Befragten hält die eigene Tätigkeit aktuell für wichtiger denn je, vor allem Ärzte (83 Prozent) und Pflegekräfte sehen das so (82 Prozent). Aber nur jeder Fünfte fühlt sich auch besonders wertgeschätzt.

Krise stärkt Zusammenarbeit

Gute Nachrichten für die Arbeitgeber gibt es in der aktuellen Krise von den eigenen Beschäftigten: 85 Prozent geben an, genau so zuverlässig zusammen zu arbeiten, wie sonst auch. Eine deutliche Mehrheit – fast zwei Drittel – gibt sogar an, aktuell noch enger zusammen zu arbeiten als vorher. Drei von vier Beschäftigten beschreiben die Stimmung in ihrem Team/ihrer Abteilung als gut. Die spannendsten Ergebnisse der Umfrage multimedial und übersichtlich aufbereitet finden sich hier.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.