Fünf Millionen Euro zur Erforschung von Fertigungsstrategien von Schutzkleidung

10. April 2020 Drucken
Fünf Millionen Euro zur Erforschung von Fertigungsstrategien von Schutzkleidung
© AdobeStock/Andy Dean

Forscher arbeiten bereits unter Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus (COVID-19) sowie an neuen Behandlungsmethoden und Diagnosetests. Die Bundesregierung unterstützt Forschungsprojekte dazu mit 22 Millionen Euro. Nun werden seitens des Klimaschutzministeriums weitere Mittel zur Verfügung gestellt.

Das BMK unterstützt mit fünf Millionen Euro Forschungs- und Entwicklungsprojekte für medizinische Hilfsgüter wie Schutzbekleidung. Es geht dabei etwa um Fertigungsstrategien, die es rasch möglich machen, eine Produktion umzustellen, um medizinische Hilfsgüter anstatt der herkömmlichen Produkte oder zusätzlich zu diesen zu fertigen. Und es geht darum, die Produktion von medizinischen Gütern im Land zu halten. Österreich soll laut den Informationen unabhängig werden, indem im Land die notwendigen Hilfsgüter wie Schutzkleidung, Masken, Beatmungsgeräte und deren Teile gefertigt werden.

„Wir wollen damit kurz- und mittelfristig bei der Bereitstellung von notwendigen medizinischen Geräten und Gütern unabhängig werden“, so die zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler. „In Österreich gibt es hervorragende Unternehmen in diesen Produktionsfeldern. Mit dieser Förderung wollen wir die Forschung im Bereich der Schutzausrüstung vorantreiben und gemeinsam mit den innovativen Forscherinnen und Forschern für Sicherheit und Gesundheit sorgen.“

„Vor allem KMU sind jetzt deutlich innovationsaktiver. Wir wissen, dass Unternehmen derzeit mögliche F&E-Themen vorziehen und Forschungsprojekte vorbereiten. Sie nutzen damit freiwerdende Kapazitäten und konzentrieren sich auf die Zeit nach der Krise, um am Markt zu bestehen oder die eigene Position zu stärken“, berichten die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

5 Millionen Euro Förderung für medizinische Hilfsgüter wie Schutzkleidung

Um Engpässe in der Beschaffung von medizinisch kritischen und dringend benötigten Materialen zu reduzieren, werden Unternehmen gefördert, die in Produktion und Innovation schnelle Lösungen finden. Vordringlich sind hier rasche, alternative Fertigungsstrategien für strategische oder kritische medizinische Hilfsgüter. Es geht dabei etwa um Schutzkleidung, Schutzausrüstung, Oberflächenbeschichtungen, medizinische Geräte und deren Teile, um Logistik in der Produktion von Medikamenten, die dabei helfen, das Coronavirus weiter einzudämmen. Informationen zur Förderung und die Möglichkeit Förderanträge zu stellen gibt es hier.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.