Förderungen für Coronaforschung über Ländergrenzen hinweg

20. April 2020 Drucken
Förderungen für Coronaforschung über Ländergrenzen hinweg
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Österreich beteiligt sich an einer multilateraler Ausschreibung des internationalen EUREKA-Netzwerks. Heimischen Unternehmen können dafür bis 15. Mai 2020 marktnahe Forschungsprojekte bei der FFG einreichen.

Im Rahmen des EUREKA-Netzwerks ist bis 15. Mai 2020 eine multilaterale Ausschreibung für marktnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte geöffnet. Adressiert werden u.a. Forschungsprojekte in den Bereichen Infektionsprävention und -schutz, Sanitärtechnik, Diagnostik und Tests sowie Therapeutika, Impfstoffe und Medikamente. An der Ausschreibung beteiligen sich unter der Führung von Kanada neben Österreich auch Dänemark, Frankreich, Niederlande, Spanien und die Türkei. Damit soll die internationale Coronaforschung gestärkt werden.

In Österreich sind Unternehmen zur Einreichung berechtigt, Universitäten und Forschungseinrichtungen können sich an Projekten beteiligen. Es müssen jeweils mindestens zwei Unternehmen aus zwei verschiedenen Ländern ihr marktnahes Forschungsprojekt einreichen. Die Förderung erfolgt im jeweiligen Land mit nationalen Mitteln.

In Österreich können Unternehmen ihr Projekt bei der FFG einreichen, die Projekte werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) finanziert. Das Team der FFG steht für Informationen und Beratungen bereit und das Enterprise Europe Network unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Partnerunternehmen in den anderen Ländern.

Mehrwert von grenzüberschreitender Coronaforschung erwartet

„Das ist ein Boost für die Coronaforschung über die Ländergrenzen hinweg“, so die beiden Ministerinnen Margarete Schramböck und Leonore Gewessler. „Wir verstärken die Coronaforschung nun weiter, indem wir heimische Unternehmen bei der Umsetzung von marktnahen Forschungsprojekten mit Unternehmen in anderen Ländern unterstützen“. „Gerade in der aktuellen Lage zeigt sich der Mehrwert der grenzüberschreitenden Forschung und der Nutzen von entsprechenden Netzwerken“, sagt Gewessler. „Österreich ist ein aktiver EUREKA-Partner und wird die Weiterentwicklung des Netzwerks mit Übernahme des EUREKA-Vorsitzes im Juli 2020 wesentlich mitgestalten“, so Schramböck.

„EUREKA ermöglicht internationale Forschungsprojekte zwischen Unternehmen und ist ein geeignetes Tool, um rasch und gezielt mit ausgewählten Ländern Ausschreibungen durchzuführen und so die Zusammenarbeit auch beyond Europe zu forcieren“, so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die FFG fungiert als Nationale Kontaktstelle für EUREKA, wickelt die nationalen Fördermittel ab und informiert und unterstützt Unternehmen gezielt bei der Teilnahme an Ausschreibungen.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.