Corona-Maßnahmen steigern die Akzeptanz von digitalem Bezahlen

18. Mai 2020 Drucken
Corona-Maßnahmen steigern die Akzeptanz von digitalem Bezahlen
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Die vergangenen Wochen haben das Bezahlverhalten der Menschen massiv verändert. Eine Studie von Mastercard zeigt, dass vor allem Online-Shopping aufgrund der Situation einen Boom erlebt und alle anderen Formen des Einkaufens übertroffen hat.

Mehr als die Hälfte der europäischen Käufer (57 Prozent) haben aufgrund der geschlossenen Geschäfte das Online-Shopping für sich entdeckt. In Österreich gaben 43 Prozent der Befragten an, sie hätten mehr denn je online eingekauft. Generell hat die Nutzung von Online-Aktivitäten aller Art durch die Ausgangssperren stark zugenommen: 23 Prozent der Österreicher geben nun mehr Geld für digitale Dienste wie das Streamen von Filmen, Online-Kursen oder Fitness-Kanälen aus.

Auch der Gemeinschaftssinn der Österreicher, der in den vergangenen Wochen stark zu sehen war, spiegelt sich in der Studie wider: So gaben 20 Prozent an, im letzten Monat online für gemeinnützige Zwecke gespendet zu haben. Doch nicht nur online, auch beim Einkaufen außer Haus, gab es einen Wandel. „Während der Corona-Zeit hat sich das Bezahl- und Einkaufsverhalten der Österreicher stark verändert“, sagt Christian Rau, Geschäftsführer von Mastercard in Österreich. „Wer in Supermärkten einkauft, bezahlt meistens kontaktlos. Hier schätzt die Bevölkerung das angehobene Limit für PIN-freies Bezahlen bis 50 Euro.“

In Zeiten, in denen vor allem das physische Beisammensein schwierig war, griffen die meisten Österreicher auf digitale Technologien zurück, um weiterhin miteinander verbunden zu sein. 67 Prozent der Befragten nutzten Videoanrufe, um mit ihren Familien, Freunden oder Arbeitskollegen zu sprechen. Europaweit tun dies durchschnittlich 75 Prozent der Befragten. Nahe am europäischen Durchschnitt liegt Österreich bei der Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime und Disney Plus. Hierzulande nutzten 54 Prozent derartige Angebote – der europäische Schnitt liegt bei 58 Prozent.

Menschen setzen vermehrt auf Online-Banking und Online-Shopping

Die Studie zeigt, dass Menschen überall in Europa die zusätzliche Zeit zuhause auch nutzten, um online neue Fähigkeiten zu erlernen: Im europäischen Durchschnitt liegen hier vor allem die erste Auseinandersetzung mit Online-Banking (37 Prozent), Koch-Tutorials (31 Prozent) sowie Fitness-Angeboten (28 Prozent) vorne. Und auch in Österreich hat mehr als ein Viertel der Bevölkerung begonnen, sich mit Online-Banking zu beschäftigen, gefolgt von Bildungsangeboten (24 Prozent), Koch- und Back-Tutorials (22 Prozent), sowie Informationen zur Gesundheit und medizinischer Versorgung (21 Prozent). Gute 18 Prozent der Österreicher haben angefangen, eine neue Sprache zu lernen.

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