BMF und OeKB weiten Unterstützung für Exportunternehmen aus

26. Mai 2020 Drucken
BMF und OeKB weiten Unterstützung für Exportunternehmen aus
© pixabay

Das Bundesministerium für Finanzen und die Oesterreichische Kontrollbank AG weiten ihre Unterstützung für Exportunternehmen aus und stocken die Mittel aus dem Sonder-Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen von zwei auf drei Milliarden Euro auf.

Das bereits Mitte März 2020 von der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) zur Verfügung gestellte Hilfspaket im Rahmen von Betriebsmittelkrediten für österreichische Exportunternehmen wurde sehr positiv aufgenommen. Bis dato wurden rund 280 Anträge von Unternehmen gestellt. Davon wurden 230 Anträge mit einem Volumen von rund 1,8 Milliarden Euro genehmigt. Das ursprüngliche Finanzierungsvolumen von zwei Milliarden Euro ist damit nahezu ausgeschöpft. Das BMF hat daher die Aufstockung der Mittel aus dem Sonder-Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen der OeKB („Sonder-KRR“) von zwei auf drei Milliarden Euro beschlossen.

„Aufgrund der hohen Nachfrage hat das Bundesministerium für Finanzen den OeKB-Sonderkreditrahmen um eine weitere Milliarde Euro auf insgesamt drei Milliarden Euro aufgestockt. Damit können wir noch mehr Unternehmen in diesen besonders herausfordernden Zeiten unterstützen und einen wichtigen Beitrag zum möglichst raschen Wiederhochfahren der Wirtschaft nach dem Shutdown leisten. Die OeKB bestätigt damit einmal mehr ihre Rolle als verlässliche Partnerin für die heimischen Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Österreich“, erläutert Helmut Bernkopf, im Vorstand der OeKB für den Bereich Export Services zuständig.

„Die Exportwirtschaft ist das Rückgrat der österreichischen Volkswirtschaft und ihr verlässlicher Motor. Jedes zweite Unternehmen in Österreich ist ein Exportunternehmen und damit besonders von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Wir müssen der heimischen Wirtschaft daher weiterhin rasch und unbürokratisch helfen, um mit der Zurverfügungstellung von Liquidität die Basis für das Wiederhochfahren und zur Belebung der Wirtschaft zu legen. Es geht um unseren Standort und die Sicherung der heimischen Arbeitsplätze“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Erweiterter Sonder-KRR mit insgesamt drei Milliarden Euro

Die revolvierenden Kredite sollen in erster Linie der Standortsicherung und Fortführung des Betriebes der österreichischen Exporteure dienen. Die Finanzierungen sind vorerst auf zwei Jahre befristet mit der Möglichkeit, diese danach zu verlängern. Exportunternehmen können mit Unterstützung ihrer Hausbank einen Kreditrahmen in Höhe von zehn Prozent (Großunternehmen) bzw. 15 Prozent (Klein- und Mittelunternehmen) ihres Exportumsatzes bei der OeKB beantragen. Dieses Angebot ist unabhängig davon, ob das jeweilige Unternehmen bisher schon Kunde bei der OeKB ist und ob ein etwaiger bestehender Kreditrahmen bereits ausgeschöpft ist.

Voraussetzung, um diese Variante des Betriebsmittelkredits nutzen zu können, ist neben einer bestehenden Exporttätigkeit der Nachweis, dass das Unternehmen bis zum Start der Covid-19-Auswirkungen in Österreich wirtschaftlich gesund war. Der Bund ist bereit, Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite zu übernehmen.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.