Österreich ist „starker Innovator“ bei Energieforschung

28. Mai 2020 Drucken
Österreich ist „starker Innovator“ bei Energieforschung
© pixabay

Rund 150 Millionen Euro hat Österreich in den vergangenen Jahren durchschnittlich jährlich in die öffentliche Energieforschung investiert, um sich sowohl ökologisch als auch ökonomisch fit für die Zukunft zu machen. Damit liegt das Land im oberen Mittelfeld der insgesamt 30 Mitgliedstaaten der IEA.

Laut aktuellem IEA-Länderbericht sind insbesondere die regionalen Wertschöpfungseffekte der Energieforschung sehr hoch: Für jeden öffentlichen Fördereuro wurden durchschnittlich 2,5 Euro zusätzlich von der Privatwirtschaft investiert. Auch für den Klima- und Energiefonds gibt es eine klare Empfehlung: eine den ambitionierten Klima- und Energiezielen der Bundesregierung entsprechende Dotierung und Mehrjahresbudgets, um Planungssicherheit zu gewährleisten. Der „Integrierte Nationale Energie- und Klimaplan“ (NEKP) sieht eine weitere sukzessive Steigerung der Energieforschungsmittel bis 2030 vor.

Der Bericht enthält auch konkrete Empfehlungen zur strategischen Weiterentwicklung der öffentlich finanzierten Energieforschung in Österreich:

  • Die Höhe der Fördergelder des Klima- und Energiefonds sollte den ambitionierten Klimazielen der Regierung entsprechen.
  • Mehrjährige Finanzierung, um Planungssicherheit aufseiten der Fördernehmer zu schaffen.
  • Verstärktes Zusammenspiel von Forschungs- und Markteinführungsprogrammen, um innovative Energietechnologien schneller in den Markt zu bringen. Experimentierräume und Innovationslabore sollen es möglich machen, Technologien oder Geschäftsmodelle zu erproben, auch wenn es im allgemein gültigen Rechtsrahmen noch nicht vorgesehen ist.
  • Sicherstellung, dass in jeder Phase der Technologieentwicklung – von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung – ausreichend Fördergelder vorhanden sind.
  • Weiterentwicklung des Förderportfolios, um die Anwendung von Energieinnovationen in der Wirtschaft zu forcieren
  • Ausbau der internationalen Zusammenarbeit mit multilateralen Netzwerken wie den IEA Technologiekooperationsprogrammen.

Klimaschutz braucht Innovation

„Die Energiewende braucht Innovation. Gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds arbeiten wir deshalb an vielfältigen Lösungen, um unser Ziel Klimaneutralität 2040 gut zu erreichen. Gerade jetzt sehen wir: Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren sorgen nicht nur für wirkungsvollen Klimaschutz, sie schaffen auch Jobs und sichern unsere Versorgung“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

„Als One-Stop-Shop entlang des gesamten Innovationsprozesses ist der Klima- und Energiefonds ein Eckpfeiler der heimischen Energieforschung. Wir sehen uns durch die erneute positive Evaluierung der IEA bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf der Basis der Empfehlungen werden wir gemeinsam mit dem BMK unser Angebot weiterentwickeln und ausbauen, um die Energiewende mit Innovationen aus Österreich rasch voranzutreiben“, meint Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

Der Klima- und Energiefonds wurde als One-Stop-Shop 2007 durch die österreichische Bundesregierung ins Leben gerufen. Er begleitet als einzige Organisation in Österreich den gesamten Innovationsprozess von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung in den Themenfeldern Klima, Energie und Mobilität. Eigentümer ist die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).