NÖ startet Förderpaket zur Digitalisierung der KMU

10. Juni 2020 Drucken
NÖ startet Förderpaket zur Digitalisierung der KMU
© pixabay

Das Land Niederösterreich will mit dem Maßnahmenpaket „digi4KMU“ die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen vorantreiben. Dazu werden etwa zehn Millionen Euro in die Hand genommen, einzelne Betriebe sollen ab 15. Juni Förderungen von bis zu 53.300 Euro beantragen können.

Die Maßnahmen sind laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in drei Phasen unterteilt: Um Ansatzpunkte der Digitalisierung in Unternehmen zu identifizieren, werden Leistungen der „digi Assistenten“ des Berater-Pools der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) im Umfang von bis zu 60 Stunden und 3.300 Euro gefördert. Als zweiter Schritt werde die Erstellung von konkreten Konzepten zur Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen mit 50 Prozent und bis zu 25.000 Euro unterstützt. Hierbei sollen digitale Tools, die Kunden und Mitarbeitern einen Mehrwert bieten, im Vordergrund stehen. Abschließend wird auch die konkrete Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen mit 50 Prozent und ebenfalls bis zu 25.000 Euro gefördert.

Mit den Fördermaßnahmen reagiere das Land auf eine Umfrage der WKNÖ, die 130 Betriebe mit mehr als fünf Mitarbeitern von Dezember bis Jänner befragt hatte. Aus der Erhebung gehe hervor, dass für 76 Prozent der Unternehmen Digitalisierung eine Selbstverständlichkeit sei, 13 Prozent bezeichneten sich gar als „digitale Frontrunner“. Die Zahl der digitalen Pilotprojekte in Unternehmen habe sich zudem seit 2016 mehr als vervierfacht. Mit der Förderaktion digi4KMU wolle man die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken sowie Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern, so die Landeshauptfrau.

Coronakrise: Digitalisierung gewinnt massiv an Bedeutung

Mit der Coronakrise habe die Digitalisierung noch mehr an Bedeutung gewonnen und sie werde auch in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, erläuterte die Landeshauptfrau, dass man sich als nächstes Ziel gesetzt habe, kleine und mittlere Betriebe, Gründer und Startups noch intensiver beim Ein- und Umstieg in die digitale Welt zu unterstützen. Mit einem eigenen Maßnahmenpaket fördere man nicht nur Beratungsleistungen, sondern helfe auch bei der Erstellung und Umsetzung eines Digitalisierungskonzeptes.

„Unsere Betriebe sind auf einem guten Weg“, konstatierte der zuständige Landesrat Jochen Danninger. Ziel der Maßnahmen sei es, Betrieben zu helfen, gestärkt aus der Coronakrise zu kommen. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker berichtete, dass bereits jetzt 40 Prozent der Beratungsgespräche dem Themenbereich Digitalisierung zuzuordnen seien. (APA/red)

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.