Impact Management in einer Welt nach Covid-19

20. August 2020 Drucken
Impact Management in einer Welt nach Covid-19
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Die Nachfrage nach Impact Investing nimmt trotz der Pandemie weiter zu. Da immer mehr Anleger neben finanziellen Renditen auch soziale und ökologische Wirkungen erzielen wollen, bewegt sich die Branche von der Frage, „warum“ es wichtig ist wirkungsorientiert zu investieren, zu der Frage „wie“ Wirkung in den Investitionszyklus eingebettet werden kann.

Im Zuge unseres Eintritts in eine ,Aktionsdekade‘, um die Agenda für nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu erfüllen, ist die Umsetzung eines durchgehenden Impact Management-Ansatzes von entscheidender Bedeutung“, sagt James P. Scriven, CEO von IDB Invest. „IDB Invest arbeitet mit Kunden und Investoren zusammen, um ein Portfolio mit finanziell nachhaltigen Investitionen aufzubauen, zu messen und zu verwalten, die zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) beitragen.“

Der Bericht „Managing a Portfolio for Impact: IDB Invest’s Impact Management Framework“ zeigt auf, wie IDB Invest sein Portfolio über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg verwaltet, von der Suche nach Projekten mit hohem Wirkungsgrad und der Einstufung der erwarteten Wirkung bis hin zur Messung, Bewertung und Verbreitung der erzielten Wirkung.

Unter Impact Investing (dt. Wirkungsorientiertes Investieren) versteht man Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds mit der Absicht, neben einer finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu erzielen. Der Einfluss wird sichtbar gemacht, gemessen und es wird laufend darüber berichtet.

Privates Kapital notwendig

Weltweit wird die jährliche Finanzierungslücke zur Erfüllung der SDG in Entwicklungsländern auf 2,5 Billionen US-Dollar und in Lateinamerika und der Karibik auf 650 Milliarden US-Dollar geschätzt. Privates Kapital kann diese Lücke schließen. Die Entwicklungsbanken sind aufgerufen, mehr private Mittel zu mobilisieren, von Milliarden bis zu Billionen von Dollar.

„Die IDB Invest war 2008 die erste multilaterale Entwicklungsbank, die einen Portfolio-Ansatz für Operationen im Privatsektor eingeführt hat, bei dem Wirkung und Finanzmanagement bei der Entscheidungsfindung kombiniert werden“, sagte Alessandro Maffioli, Leiter der Abteilung für Entwicklungseffektivität bei IDB Invest. „Unsere Erfolgsbilanz kann dazu beitragen, weitläufigere Marktpraktiken zu vermitteln und als Baustein für die Entwicklung gemeinsamer Standards zu dienen.“

Der Bericht fordert Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und Vermögensverwalter auf, als ersten Schritt zur Schaffung eines integrativeren, nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Privatsektors eine solide Grundlage für das Impact Measurement und Management zu schaffen.