Österreichs Arbeitnehmende blicken zuversichtlich in die Zukunft

15. September 2020 Drucken
Österreichs Arbeitnehmende blicken zuversichtlich in die Zukunft
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Österreichs Arbeitnehmende starten vorsichtig optimistisch in den Herbst: Wie eine Umfrage der Jobplattform StepStone zeigt, blicken zwei Drittel aller Befragten (67 Prozent) eher oder sehr positiv in die Zukunft. Befragt wurde eine Auswahl von mehr als 700 Arbeitnehmenden und Jobsuchenden in ganz Österreich.

Ein Drittel der Teilnehmenden (33 Prozent) gibt an, dass Corona die Jobpläne für das laufende Jahr nicht verändert hätte. Erfreulich für Unternehmen dabei ist, dass 23 Prozent während der Krise und des Lockdowns ein positives Bild ihres Betriebes gewonnen haben. Daher wollen viele Arbeitnehmende erst einmal am derzeitigen Arbeitsplatz bleiben wollen. Das könnte auch mit dem vorbildlichen Verhalten von heimischen Unternehmen während der Krise zu tun haben: So zeigen sich 60 Prozent der befragten Arbeitnehmer sehr oder eher zufrieden mit den Maßnahmen, die die jeweiligen Arbeitgebenden getroffen hat. „Österreichs Betriebe haben im Großteil der Fälle rasch und umsichtig reagiert“, sagt Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer von StepStone Österreich.

Dennoch ist nicht alles eitel Wonne am Arbeitsmarkt: Knapp ein Fünftel der Teilnehmenden (19 Prozent) wird sich voraussichtlich in diesem Jahr nicht wie erwartet beruflich weiterentwickeln. „Für einige hat Corona und der Lockdown natürlich einen starken Einschnitt in die eigene Karriere bedeutet“, kommentiert StepStone-Studienleiterin Barbara Oberrauter-Zabransky. „Manche mussten während dem Lockdown Tätigkeiten außerhalb des eigenen Aufgabengebiets erledigen und möchten ihre Talente jetzt wieder sinnvoll einsetzen. Andere wiederum haben während der Krise festgestellt, dass sie im aktuellen Job eigentlich unglücklich sind.“

Markt für Arbeitnehmende bleibt in Bewegung

Entsprechend in Bewegung bleibt der heimische Arbeitsmarkt: Mehr als die Hälfte aller Österreicher ist zumindest offen für neue Jobangebote. Die Gründe dafür sind vielfältig: Während einige einfach den aktuellen Job wechseln möchten (31 Prozent), suchen andere nach einer Corona-bedingten Kündigung nach einer neuen Herausforderung (18 Prozent) oder möchten der Kurzarbeit entkommen (11 Prozent).

Das Wichtigste für Jobsuchende derzeit: Gute Verdienstchancen (59 Prozent), flexible Arbeitszeiten (47 Prozent) und ein krisensicherer Arbeitsplatz (43 Prozent). „Aber auch entspanntes Arbeiten, kompetente Führungskräfte und eine gute Unternehmenskultur spielen für Talente, die jetzt auf Jobsuche sind, eine große Rolle“, so Oberrauter-Zabransky, „ebenso wie die Möglichkeit zu Home-Office und guter Gesundheitsschutz.“