Smart City: Wien gewinnt Auszeichnung der UNESCO

30. September 2020 Drucken
Smart City: Wien gewinnt Auszeichnung der UNESCO
© Adobestock/Peera

Wien ist bereits in einigen Bereichen weltweites Vorbild. Seit Kurzem auch als Smart City. Das wurde nun von der UNESCO anerkannt. Die Bundeshauptstadt wurde für ihre Wohnbaupolitik prämiert.

UNESCO und Netexplo, ein Unternehmen im Feld der Zukunfts- und Innovationsforschung, haben zehn Weltstädte für ihre Spitzenleistungen in bestimmten Gesellschaftsfeldern im rahmen eines Smart City Awards prämiert. Wien erhielt den Preis für seine „innovative, intelligente, vernetzte und ausdrücklich nachhaltige“ Wohnbaupolitik.

Hocherfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Ludwig über die Auszeichnung Wiens: „Dieser Award ist eine weitere hochrangige, internationale Auszeichnung, die unsere Anstrengungen im Bereich smarter Wohnbaupolitik würdigt und uns in unserem Bestreben sowie der konsequenten Umsetzung unserer Smart City Strategie bestätigt“, so Ludwig. „In all unserem Tun und Handeln steht stets die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener im Mittelpunkt. Diese Auszeichnung ist ein weitere Ansporn für uns, die positive Entwicklung weiter voranzubringen.“

Smart City: Wien auf „Augenhöhe“ mit Shenzhen

Bei der Entscheidung der Jury wurden vor allem die jeweiligen Antworten auf die Frage, wie das Bevölkerungswachstum im Einklang mit dem Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner gesteuert werden kann, bewertet. Neben Wien wurden u.a. Shenzhen in China für seine Fortschritte im öffentlichen Verkehr gewürdigt, weiters Dakar im Senegal für seine Impulse im Bildungswesen, Singapur für sein Null-Karbon-Ziel oder Tallin in Estland für seine „digitale Transformation“.

Pandemiebedingt und im Besonderen aufgrund der zweiten Covid-Welle in Frankreich musste auf die Zeremonie der Preisverleihung im Headquarter der UNESCO in Paris verzichtet werden. Die Trophäe Wiens wurde auf diplomatischem Wege an das Büro von Landtagspräsident Ernst Woller übermittelt, der sich besonders freute, sie Bürgermeister Michael Ludwig zu überreichen.

Für viele Bürger ist es auch eine Option, in eine digital fortschrittlichere Stadt abzuwandern: Durchschnittlich 40 Prozent von ihnen können sich etwa vorstellen aufgrund verschiedener Schwachpunkte, einschließlich digitaler Mängel, ihre Stadt zu verlassen. Zugleich ist ein Drittel bereit, für bestimmte Smart City-Maßnahmen zu zahlen. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie „Street Smart: Putting the Citizen at the Center of Smart City Initiatives“, für die 10.000 Bürger und über 300 städtische Beamte in zehn Ländern befragt wurden.