Die Corona-Krise als Augenöffner auf dem Weg in eine datengetriebene Zukunft

06. Oktober 2020 Drucken
Die Corona-Krise als Augenöffner auf dem Weg in eine datengetriebene Zukunft
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Die Covid-19-Krise hat die Geschäftswelt verändert: Die Studie „Data Driven Masterclass: Der Weg zu einer datengesteuerten Strategie“ von Bisnode zeigt, dass sich das neue Geschäftsumfeld negativ auf den Weg einiger Unternehmen zu datengesteuerten Operationen ausgewirkt hat, vor allem da Investitionen im Zuge dessen gestoppt wurden.

Allerdings hat die Krise auch gezeigt, wie große Datenmengen genutzt werden können, um dringend benötigte Unterstützung für die Entscheidungsfindung zu liefern. Dies hat denjenigen, die es nicht gewohnt sind, mit Analysen und Daten zu arbeiten, die Augen geöffnet. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Weg in eine datengetriebene Zukunft für jedes Unternehmen einzigartig ist. Dies war bereits vor den Auswirkungen von Covid-19 zu beobachten. Außerdem hebt die Studie auch bestimmte Schritte hervor, die ein Unternehmen gehen sollte, wenn es sich auf den Weg in eine datengesteuerte Zukunft begibt. Kairos Future hat für Bisnode eingehende Interviews mit 22 Führungskräften von europäischen Unternehmen geführt, um Einblicke und ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, was es braucht, um datengesteuert zu werden.

„Nahezu jedes Unternehmen möchte auch in der Covid-19-Zeit datengetriebener werden, aber um dieses Ziel zu erreichen, müssen oft einige große Hindernisse überwunden werden“, erläutert Rikard Candell, Director Group Analytics bei Bisnode. „Um datengesteuert zu werden, muss man groß denken, klein anfangen, aber das große Ganze als Leitlinie nutzen, um Erfolg zu ermöglichen. Dies gilt selbst dann, wenn sich die Vision der Datenstrategie auf dem Weg dorthin ändern könnte.“

Schritte in die datengetriebene Zukunft

Die Befragten stellten vor allem fest, dass auf dem Weg zum datengesteuerten Unternehmen häufig der Fehler gemacht wird, sich zunächst nur auf die Daten zu fokussieren. Eine klare Zieldefinition ist der elementare Ansatz. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass Zeit und Geld für die teure Sammlung, Bereinigung und Speicherung von Daten aufgewendet werden müssen, bevor ein klar definierter Zweck ermittelt wurde.

Dreh- und Angelpunkt sind Ethik und Vorschriften. Bei der Umsetzung eines datengesteuerten Geschäftsansatzes ist die Datenethik einer der wichtigsten Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt. Vor dem Umgang mit Daten sollten Ethik oder Datengrundsätze vorhanden sein, um das Unternehmen vor Verstößen und potenziellen Zwischenfällen zu schützen und zu vermeiden, dass die Privatsphäre des Einzelnen missachtet wird. Dadurch wird außerdem sichergestellt, dass das Unternehmen besser für aktuelle und zukünftige Vorschriften gerüstet ist. Unsere Studie zeigt auf, dass nur 40 Prozent der Befragten ethische Richtlinien für den Umgang mit Daten festgelegt hatten.

Um erfolgreich zu sein, muss das Top-Management die Transformation vorantreiben, die dann in der gesamten Organisation verankert werden muss. Die Unterstützung des vollständigen Führungsteams wird erforderlich sein, um einen kohärenten Ansatz innerhalb des Unternehmens voranzutreiben und die entsprechende Priorität und Finanzierung sicherzustellen, damit mit der Nutzung intelligenter Daten ein echter Geschäftswert erzielt werden kann. Die Einbindung des Unternehmens als Ganzes in alle Funktionen ist von entscheidender Bedeutung.

Eine Kernbotschaft aus der Studie lautet: Lassen Sie die Kontrolle los. Vertrauen Sie den Daten und den Menschen, die mit ihnen umgehen. Identifizieren Sie extern und intern die richtigen Kompetenzen. Fangen Sie klein an, lernen Sie, wie man schnell skaliert. Dies ist ein wirksamer Weg, um Vertrauen zu gewinnen, denn mangelndes Vertrauen in die Daten ist ein häufiges Hindernis.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.