Erste Group möchte trotz Coronavirus-Krise Dividende zahlen

16. Oktober 2020 Drucken
Erste Group möchte trotz Coronavirus-Krise Dividende zahlen
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Trotz der Coronavirus-Pandemie will die Erste Group eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. Die Ausschüttung ist für den 15. Februar geplant, sofern alle Voraussetzungen bis 8. Februar erfüllt sind.

Die Erste Group möchte nun doch trotz Krise eine Dividende an ihre Aktionäre auszahlen. Die Bank erklärte am Donnerstagabend, der Aufsichtsrat habe, einer Vorstandsempfehlung folgend, beschlossen, der virtuellen Hauptversammlung am 10. November für 2019 eine Ausschüttung von 0,75 Euro pro Aktie vorzuschlagen. Das in Wien börsenotierte Geldinstitut hatte ihre Dividendenpläne im Frühjahr wegen der Coronavirus-Pandemie auf Eis gelegt.

Die Auszahlung erfolge „unter der Bedingung, dass Regulatoren ihre bestehende Empfehlung, von Ausschüttungen an Aktionäre Abstand zu nehmen, anpassen, und dass einer Ausschüttung auch sonst keine rechtlichen Beschränkungen entgegenstehen“, teilte die Bank am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Die Ausschüttung ist für den 15. Februar 2021 geplant, sofern die Voraussetzungen bis 8. Februar erfüllt sind. Ob und wie viel für 2020 an Dividende gezahlt werden soll, will der Vorstand am 26. Februar 2021 bei der Bilanzbekanntgabe sagen.

Ursprünglich hatte die Erste Group für das Geschäftsjahr 2019 an die Aktionäre 1,50 Euro je Aktie zahlen wollen, die Ausschüttung wäre im Frühjahr 2020 fällig gewesen. Dann kam die Coronavirus-Pandemie, und die zuletzt noch einmal verschärfte Vorgabe der Bankenaufseher, das Geld vorläufig in der Bank zu halten.

Die EZB-Bankenaufseher hatten den Banken in Europa empfohlen, wegen der Krise bis zum 1. Jänner 2021 auf die Auszahlung von Dividenden und auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Die Aufseher wollen diesen Beschluss im Dezember neu prüfen.

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