Österreichs Top-Onlineshops legen um 14 Prozent zu

17. November 2020 Drucken
Österreichs Top-Onlineshops legen um 14 Prozent zu
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Die Top 250 Onlineshops in Österreich können sich auch 2019 über ein zweistelliges Wachstum freuen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von EHI und Statista in Kooperation mit dem Handelsverband, in der die umsatzstärksten Webshops des Landes erfasst wurden. KMU-Händler hoffen demnach auf den Trend zum regionalen Einkauf.

„Die Top 250 Onlineshops Österreichs erwirtschaften mittlerweile 3,6 Milliarden Euro. Die Umsätze sind im vergangenen Jahr erneut um fast 14 Prozent angestiegen. Diese anhaltende Dynamik führt zu einer immer stärkeren Marktkonzentration, immer weniger große Onlinehändler teilen sich einen immer größeren Anteil der Online-Torte. Spitzenreiter Amazon allein kommt mit 878 Millionen Euro auf ein Viertel“, fasst Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen. Das Umsatzvolumen über den Amazon Marktplatz ist hier noch gar nicht einbezogen. Es dürfte sich mittlerweile auf mindestens 900 Mio. Euro belaufen und verstärkt die Dominanz des wertvollsten Unternehmens der Welt auch am österreichischen Markt.

„Die Player auf den zehn vordersten Plätzen des Rankings verbuchen fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der Top-250-Onlineshops“, ergänzt Nina Langer, Autorin und Projektleiterin E-Commerce des EHI. Nach wie vor wird das Ranking von Amazon vor zalando.at (346,8 Mio. Euro) und universal.at (111,9 Mio. Euro) angeführt. Die Shops auf den Plätzen 11 bis 100 liegen bei 37,4 Prozent des Gesamtumsatzes und den kleinsten Anteil haben auch in diesem Jahr wieder die Shops auf den Plätzen 101 bis 250 mit 12,9 Prozent.

COVID steigert Wachstum der Onlineshops

„Die Studie zeigt, dass der österreichische Handel einen strukturellen Veränderungsprozess durchläuft, der von einer exponentiellen technologischen Entwicklung angetrieben wird. Die Covid-Krise wirkt als Urknall der Digitalisierung und als Turboboost für den E-Commerce. Am Ende des Jahres wird unser Land erstmals einen Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von mehr als 11 Prozent erreichen“, ist Will überzeugt.

Viele heimische Händler hätten das Potenzial in den letzten Monaten erkannt und in ihren Webshop investiert. Darüber hinaus verzeichnen die österreichischen Onlinehändler laut Will seit Beginn der Corona-Pandemie ein deutlich gestiegenes Interesse der Konsumenten am regionalen Einkauf.

„Heuer ist im E-Commerce das erste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt der Kaufkraftabfluss ins Ausland von 57 auf 54 Prozent zurückgegangen. Faktoren wie Nachhaltigkeit, Qualität und lokale Produktion rücken wieder stärker in den Vordergrund. Das ist eine große Chance für die mehr als 13.500 Austro-Webshops, mit österreichischer Qualität zu überzeugen. Heimische Konsumenten können auf kaufsregional.at aus mehr als 5.000 regionalen Onlinehändlern wählen“, erklärt Will.