Aufstockung der COVID-19-Investitionsprämie auf den Weg gebracht

30. November 2020 Drucken
Aufstockung der COVID-19-Investitionsprämie auf den Weg gebracht
© Pixabay

Die von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck angekündigte weitere Aufstockung der Investitionsprämie auf 3 Mrd. Euro wurde nun im Nationalrat auf Schiene gebracht.

„Die Investitionsprämie wird aufgestockt. Mit dieser Prämie soll ein Anreiz für Unternehmensinvestitionen geschaffen werden. Ich bin froh, dass wir eine weitere Milliarde Euro für Investitionen unserer Betriebe auf den Weg bringen konnten. Diese Investitionen schaffen Wachstum und sichern Arbeitsplätze in Österreich. Wichtig ist, alle Unternehmen können auch weiterhin Anträge ohne Unterbrechung bei der aws einreichen. Die Förderzusagen erfolgen nach Beschluss der Budgeterhöhung“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Die Investitionsprämie ist ein wichtiger Impuls, um die Konjunktur wieder anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern. Stand heute (27.11.2020) sind 49.613 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 21,7 Milliarden Euro und einem beantragten Zuschussvolumen von etwa 2,3 Milliarden Euro eingegangen. „Über 50 Prozent der Anträge haben einen Digitalisierungs- oder Ökologisierungsaspekt – das zeigt, dass die 14-Prozent-Prämie wirkt“, so Schramböck.

Investitionsprämie als Signal der Zuversicht

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf sieht das als klares Signal der Zuversicht: „Die Investitionsprämie macht unseren Betrieben Mut, in die Zukunft zu investieren und stärkt ihnen den Rücken. Und diese Rechnung geht auf, das sieht man an der regen Nachfrage nach dem Prämienmodell: Mehr als 48.000 Anträge wurden bereits bei der Abwicklungsstelle aws eingebracht. Das beantragte Zuschussvolumen beläuft sich auf 2,3 Mrd. Euro, wodurch in Summe ein Investitionsvolumen von 21,6 Mrd. Euro ausgelöst wird. Die Aufstockung der Prämie um eine weitere Milliarde Euro kommt genau zur richtigen Zeit, um diesen Schwung zu erhalten“.

Besonders erfreulich ist der Schwerpunkt dieses Prämienmodells auf Zukunftsinvestitionen: Für Investitionen in die Bereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit/Ökologisierung und Life Sciene wird die doppelte Prämie in Höhe von 14 Prozent gewährt. Außerdem kann die Investitionsprämie zusätzlich zu bestehenden Umwelt- und Ökostromförderungen beantragt werden kann.

Zahl der Investitionen steigt

Der aktuelle WKÖ-Wirtschaftsbarometer belegt die Relevanz der Investitionsprämie: der Anteil, der Unternehmen, die Investitionen planen, steigt. In den nächsten Monaten bis zum Frühjahr planen 58 Prozent aller Unternehmen die Inanspruchnahme der Investitionsprämie, ergab die Befragung von knapp 7.000 Unternehmen. Besonders die 14-prozentige Prämie für Zukunftsbereiche wird von den Betrieben, die Neuinvestitionen planen, honoriert: zwei Drittel wollen in Innovationen investieren, 53 Prozent in Digitalisierungsprojekte, jeder zweite Betrieb plant auch ökologische, nachhaltige Investitionen.

Rund 64 Prozent der Anträge kommen von Kleinstunternehmen (unter 10 MA), 18,5 Prozent von Kleinunternehmen (unter 50 MA), 9,8 Prozent von Mittelunternehmen (unter 250 MA) und 7,7 Prozent entfallen auf Großunternehmen (ab 250 MA). Die meisten Anträge kommen von oberösterreichischen Firmen (26,2 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (19,5 Prozent) und der Steiermark (13,9 Prozent).

Beantragung bei aws möglich

Seit 1. September 2020 ist die Einreichung über den aws Fördermanager möglich. Mit der aws Investitionsprämie werden Unternehmen mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Investitionen von mehr als 5.000 Euro und maximal 50 Millionen Euro werden mit einem Zuschuss von sieben Prozent gefördert. Eine besondere Förderung gibt es zudem für Investitionen im Bereich Ökologisierung, Digitalisierung oder im Gesundheitsbereich. Hier bekommen Unternehmen einen Zuschuss von 14 Prozent. Ausgeschlossen sind klimaschädliche Investitionen oder Investitionen in unbebaute Grundstücke, in Finanzanlagen, Übernahmen oder in aktivierte Eigenleistungen. Die Prämie kann bis 28. Februar 2021 beantragt werden und ist für Investitionen, die ab 1. August 2020 getätigt wurden, rückwirkend beantragbar. Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) wickelt die Anträge ab. Die Maßnahme richtet sich an alle Unternehmen unabhängig ihrer Größe oder Branche.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.